STIMMEN ZUM SPIEL Kapitän Janßen sieht Chancen in Relegation – Torwart Stasch lobt Einstellung

Nach der 28:33-Niederlage der Drittliga-Handballer der SG VTB/ Altjührden im Saisonfinale beim HSV Hamburg standen Spieler und Verantwortliche Rede und Antwort.

Helge Janßen (SG-Kapitän): Der HSV konnte munter durchwechseln – wir mussten uns wieder mit unserem kleinen Kader durchkämpfen. Es war klar,dass uns irgendwann diePuste ausgehen würde. Bis zur Pause haben wir das gut gelöst, danach ist der HSV leider zu schnell weggezogen – auch weil unsere Abwehr nicht mehr so gut stand. Wir glauben noch immer an den Klassenerhalt–die Hoffnung stirbt zuletzt.

Martins Libergs (SG-Spieler): Schade. Nach der Pause ist uns das Kerosin ausgegangen. Da war leider die Konzentration phasenweise etwas weg – und solch junge und schnelle Leute auf der Gegenseite bestrafen das sofort mit Tempogegenstößen. Dennoch: Ein Ticket zur Dritten Liga ist noch zu vergeben – und diese letzte Fahrkarte wollen wir uns am kommenden Wochenende in der Abstiegsrelegation holen. Umso wichtiger, dass bei uns alle in der Partie gegen den HSV gesund geblieben sind.

Levin Stasch (SG-Torwart): In der ersten Halbzeit war das sehr gut von uns. Wir haben alles reingehauen. Schön, dass ich gleich gut rein gekommen bin und meinen Teil dazu beitragen konnte. Leider ist der HSV nach dem Seitenwechsel schnell davon gezogen. Trotzdem: Die Art und Weise, wie wir gegen den großen Favoriten gekämpft und alles versucht haben, das nehmen wir mit in die schwere Relegation. Mit fünf Toren vor solch einer Kulisse in Hamburg zu verlieren,damit kann man leben – zumal Magdeburg II sein Heimspiel ja klar gewonnen hat.

Ole Stabick (HSV-Spieler): In der ersten Halbzeit war das harte Arbeit für uns – in der zweiten Halbzeit dann ein bisschen geschmeidiger.

Torsten Jansen (HSV-Trainer): Wir hatten in der ersten Halbzeit schon die ein oder anderen Abstimmungsprobleme. Das haben wir in der Halbzeitpause besprochen, uns zusammen gerauft und wollten diese abstellen. Am Ende haben wir das dann auch sehr ordentlich hinbekommen.
Andrzej Staszewski ( SGTrainer): Man sollte nie vergessen, dass das Spiel 60 Minuten lang dauert und nicht 30. Wir haben in der zweiten Halbzeit in der Abwehr leider nicht so kompakt gespielt,wie noch in der ersten. So kames, dass wir im zweiten Durchgang 21 Tore kassieren – das ist  zu viel.Taktisch und kämpferisch haben die Jungs alles gegeben, aber in der Abwehr hat ein bisschen gefehlt. Ich hoffe, wir sehen uns nächstes Jahr wieder vor einer solch tollen Kulisse gegen eine so hervorragend ausgebildete junge HSV-Truppe.

Quelle NWZ: Henning Busch: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport