Die Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden haben an diesem Sonnabend nach der bitteren Derbyniederlage gegen den OHV Aurich den nächsten schweren Brocken zu bewältigen. Das Team von SG-Trainer Andrzej Staszewski gastiert beim Tabellenvierten Oranienburger HC. Anpfiff in der MBS-Arena in Oranienburg ist um 18.30 Uhr.

Die schmerzliche Niederlage gegen Aurich ist mittlerweile aufgearbeitet worden. „Den Spielern hat bei der verdienten Niederlage das Feuer gefehlt. Darin waren sich alle einig“, sagt Staszewski, der gegen Oranienburg mehr Präsenz von seinen Spielern verlangt. „Ich will Sonnabend eine andere Körpersprache sehen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg“, ist sich Staszewski sicher.

Ob den Varelern damit aber erneut ein Coup wie beim 22:19-Hinspielsieg gelingen kann, scheint mehr als fraglich, denn die Berliner zählen mittlerweile zu den Top-Teams der Liga. Mit 483 Gegentreffern hat der OHC die beste Abwehr der Liga. Im Schnitt kassiert die Mannschaft von Trainer Christian Pahl pro Spiel nur 24 Gegentreffer. Die Keeper der Vareler dagegen müssen das runde Leder durchschnittlich viermal öfter aus dem Tornetz fischen.

Neben einer bärenstarken Defensive verfügen die Oranienburger über einen ausgeglichen starken Angriff. Auf David Sauß im linken Rückraum und Dominic Kehl im rechten Rückraum müssen die Vareler besonders höllisch aufpassen. Beide erzielten bislang jeweils 84 Tore. Spiellenker und Denker Robin Manderscheid steht mit 80 Treffern beiden in nichts nach. „Oranienburg hat keine schlechte Truppe. Nach der Hinspielniederlage wollen sie sich mit Sicherheit in eigener Halle rehabilitieren“, so Staszewski.

Mit der Vorbereitung auf diese Partie ist Staszewski zufrieden. „Wir haben gut trainiert“, sagt der SG-Coach. Verzichten muss er dabei weiterhin auf Kreisläufer Fabian Hartwich, der sich am Montag nach seiner Verletzung einer Schulteroperation unterziehen musste. „Die Ärzte haben dabei mehr Schäden entdeckt, als bislang vermutet worden war“, so Staszewski, der die Saison für Hartwich als beendet erklärte.

Fehlen wird auch Routinier und „Neuzugang“ Jochen Toepler, der erstmals gegen die Auricher wieder für die SG VTB/Altjührden zum Ball griff. Der Linkshänder, der einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieb, wird anschließend den Friesländern aber wieder zur Verfügung stehen.

Dass die Oranienburger in eigener Halle durchaus verwundbar sind, bewies in dieser Spielzeit nicht nur der Tabellenzweite HSG Nord HU beim 26:21, sondern auch der SV Anhalt Bernburg beim knappen 22:21-Auswärtssieg. Die Bernburger sind leistungsmäßig eine Kategorie mit den Varelern. „Wir müssen alles geben und dürfen keine einfachen Tore kassieren. Auf jeden Fall werden wir wieder 60 Minuten lang erbittert kämpfen“, betont Staszewski.

Quelle NWZ: Friedhelm Müller-Düring www.nwzonline.de/friesland/lokalsport