Es ist wie verhext: Gerade erst nach der Winterpause war Abwehrchef Helge Janßen nach langer Verletzungspause wieder in den Kader des akut abstiegsgefährdeten Handball-Drittligisten SG VTB/Altjührden zurückgekehrt, nun gibt es nach nur einem Spieltag im neuen Jahr schon wieder zwei Rückschläge personeller Art zu verkraften. So muss Trainer Andrzej Staszewski im „Abstiegs-Endspiel“ an diesem Sonnabend (19.30 Uhr, Manfred-Schmidt-Sporthalle) gegen Schlusslicht SV Beckdorf nicht nur auf Kreisläufer Fabian Hartwich verzichten, dem – wie berichtet – wegen einer Schulterverletzung das vorzeitige Saisonaus droht. Im Training am Donnerstagabend knickte Youngster Etrit Xhafolli um und zog sich eine Bänderverletzung im Fuß zu. Abzuwarten bleibt, wie lange der kosovarische Junioren-Nationalspieler, der bei der SG bislang über die Rolle eines Ergänzungsspielers nicht hinausgekommen ist, ausfällt.

„Langsam reicht es mir, so ein Verletzungspech habe ich schon lange nicht mehr erlebt“, zeigte sich Staszewski nach der neuerlichen Hiobsbotschaft spürbar angefressen. Zumal trotz des Minikaders von nur zwölf Spielern (Tom Wiedenmann steht aus gesundheitlichen Gründen bis auf Weiteres nicht zur Verfügung) und der prekären Tabellensituation weiterhin keine personelle Verstärkung in Sicht ist – in erster Linie aus finanziellen Gründen.

„Die neuerlichen personellen Rückschläge sind schlimm, insbesondere vor solch einem wichtigen Spiel gegen einen direkten Konkurrenten, bei dem wir uns keine weitere Niederlage erlauben dürfen“, erklärte SG-Vorstand Lothar Brecht. Wie auch Betreuer und VTB-Handballabteilungsleiter Hans Hieronymus („Es ist extrem schwierig“) auf Nachfrage bestätigte, gab es diverse Kontakte zu potenziellen Zugängen. „Jemand, der uns sofort weiterhelfen würde und zu bezahlen wäre, war aber leider nicht darunter“, bedauerte Brecht.

Quelle NWZ: Henning Busch  www.nwzonline.de/friesland/lokalsport