Garant für den vierten Saisonsieg war wieder einmal die starke Abwehr der SG VTB/Altjührden. Auch im Angriff lief vieles rund.

Die Handballer der SG VTB/Altjührden haben ihre Tabellenführung in der Oberliga Nordsee mit einem klaren 32:23-Heimsieg gegen den TSV Bremervörde souverän verteidigt. 571 Zuschauer waren am Samstagabend in der Manfred Schmidt Sporthalle in Altjührden restlos vom Auftreten ihrer Mannschaft begeistert. „Das war ein schöner Tag.Man darf aber nie zufrieden sein. Ab Montag geht die Arbeit wieder los“, dämpfte SG-Spielertrainer Ivo Warnecke die aufgekommene Euphorie. Warnecke hatte seine Mannschaft akribisch auf Bremervörde eingestellt, denn schließlich waren die Gäste um Trainer Thomas Koch mit dem Coupeines 32:28-Heimsiegs vor einer Woche gegen Drittliga-Absteiger SV Beckdorf nach Altjührden angereist. Die Vareler 6:0-Defensive packte von Beginn an forsch zu. So kassierte Fabian Hartwich bereits in der zweiten Minute die erste Zeitstrafe. Das tat dem Spiel der Gastgeber aber keinen Abbruch. TSV-Mittelmann und Torjäger Adnan Salkic war mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Seine vorab gefürchteten Pässe an den Kreis blieben mangels Anspielmöglichkeiten aus. Bis zum 3 :3 (7.) konnten die Gäste noch mithalten, doch dann zog Varel Tor um Tor davon. Das lag zum einen an der guten Defensivarbeit des Warnecke-Teams, zum anderen aber auch an der verbesserten Angriffsleistung. „Wir haben den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen lassen. Das hat mir sehr gut gefallen“, lobte Warnecke. So führten die Gastgeber zur Pause bereits deutlich mit 15:8. Im zweiten Spielabschnitt hatte Bremervörde zunächst mehr vom Spiel. Mit der Manndeckung gegen Haupttorschütze Oliver Staszewski (9/1) versuchte TSV-Coach Koch, den Rhythmus der Vareler zu stören. Mit drei Toren in Folge zum 11:15 gelang dies allerdings nur bedingt, denn die SG hatte in diesem Spiel viele andere Mittel parat. Ob von den Außenpositionen mit Patryk Adam und Jan-Uwe Behrends,vom Kreis mit Kapitän Helge Janßen und Fabian Hartwich oder aus dem Rückraum Warnecke, Kevin Langer und dem agilen Justin Hermann. Und in der Defensive nicht zu vergessen Torwart Levin Stasch, der bis zu seiner Auswechslung zehn Minuten vor dem Ende zwölf Würfe der Bremervörder entschärfte. Tor um Tor bauten die Vareler ihren Vorsprung aus. „Das war ein verdienter Sieg. Die SG hat uns die Grenzen aufgezeigt. Nach dem Sieg gegen Beckdorf hatten wir uns einiges vorgenommen, allerdings zu viele Fehler im Angriffund in der Abwehr gemacht“, resümierte Koch zerknirscht.

Quelle NWZ: FRIEDHELM MÜLLER-DÜRING: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport