SG will nächsten Sieg bejubeln

Oberliga-Spitzenreiter empfängt Schlusslicht Habenhausen II

Spitzenreiter gegen Schlusslicht: Deutlicher können die Kräfteverhältnisse vor der Partie der auch nach sechs Spieltagen noch verlustpunktfreien Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden gegen ATSV Habenhausen II nicht verteilt sein. Dennoch warnen Varels Spielertrainer Ivo Warnecke und Co-Trainer Ralf Koring ihre Mannen eindringlich davor, das Spiel an diesem Samstagabend in der Manfred-Schmidt-Sporthalle auch nur ansatzweise auf die leichte Schulter zu nehmen. Der Anwurf erfolgt zur gewohnten Zeit um 19.30 Uhr. „Wir brauchen nicht auf
die Tabelle, sondern müssen auf uns selbst schauen und den Gegner Ernstnehmen“, fordert Koring und rechnet andernfalls durchaus mit einer mit unter ähnlichzähen Angelegenheit wie vor einer Woche beim 25:21-Arbeitssieg vor heimischer Kulisse gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen. „Ich kenne Habenhausen II noch aus dem vergangenen Jahr“, erklärt Warnecke mit Blick auf sein damaliges Engagement beim TvdH Oldenburg, mit dem er die Südbremer in der Verbandsliga zum Gegner hatte. Am Ende der Vorsaison brachten die Habenhausener das Kunststück fertig, als Tabellendritter aufzusteigen. Grund: Zum einen profitierten sie davon, dass der Verbandsliga-Zweite HSG Barnstorf/Diepholz II nicht in die Oberliga Nordsee aufsteigen durfte, weil deren Erste schon dort spielt. Zum anderen verließ die Erste des ATSV die Oberliga als Meister – und damit war der Weg in die Viertklassigkeit geebnet. „Wir sind individuell den meisten Mannschaften unterlegen. Aber der Wille kann Berge versetzen“, hatte ATSV Coach Julian Kühn zu Saisonbeginn gesagt und den Klassenerhalt als Ziel ausgerufen. Zwar starten die Hansestädter in der höheren Spielklasse mit einem 31:25 – Sieg im Derby gegen die SG Achim/Baden. Danach aber kassierten sie bisher fünf Niederlagen in Folge. „Wir müssen unsere Sachen konzentriert runterspielen und dabei vor allemin der Abwehr wieder grundsolide Arbeit abliefern“, gibt Koring die Marschroute der Vareler für das Heimspiel vor: „Zudem müssen wir uns im Angriff weiter verbessern.“ Zumal auch der Außenseiter aus Habenhausen in der Deckung wie zuletzt Schwanewede mit einem Vorgezogenen agieren könnte, um den Spielfluss der Gastgeber in der Offensive zu stören. „Daran müssen wir arbeiten, um darauf besser vorbereitet zu sein und den Balltransport trotzdem gut hinzubekommen“, hatte Warnecke bereits nach dem jüngsten Heimspiel erklärt. Im Training unter der Woche hatten die Vareler interessanten Besuch. So war der an diesem Wochenende spielfreie Zweitligist Wilhelmshavener HV zu einer gemeinsamen Trainingseinheit in Altjührden zu Gast. Dabei wurde auf beiden Seiten im Angriffs und Abwehrtraining einiges ausprobiert, zudem stand Wurftraining auf dem Programm. Während der im Schwanewede-Spiel angeschlagene Jan-Uwe Behrends nun wieder voll zur Verfügung steht, steht hinter dem Einsatz des zuletzt zweimal geschonten Kevin Langer erneut ein großes Fragezeichen.

Quelle NWZ: HENNING BUSCH: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport