Gleich zwei Auswärtsspiele in Folge binnen vier Tagen haben die Drittliga Handballer der SG VTB/Altjührden im Abstiegskampf vor der Brust. Sowohl gegen den VfLPotsdam an diesem Sonntagnachmittag (16Uhr) als auch am Donnerstagabend (20 Uhr) im Nachholspiel bei den Mecklenburger Stieren Schwerin bekleiden die Friesen dabei allerdings die klare Außenseiterrolle – gleichwohl benötigen sie fünf Spieltage vor dem Saisonende im Fernduell mit den ebenfalls noch akut gefährdeten Abstiegsrivalen jeden Punkt. „Der 28:23-Heimsieg gegen Bernburg war ein wichtiger erster Schritt–jetzt müssen noch weitere folgen“, betont SG-Kapitän Helge Janßen und rechnet vor: „Es wird wohl
nicht reichen, nur die beiden ausstehenden Heimspiele gegen Flensburg-Handewitt II und Fredenbeck zu gewinnen. Irgendwie müssen wir zudem auswärts noch mindestens einen Zähler holen.“ Die erste Möglichkeit dazu bietet sich der Mannschaft von SG-Trainer Andrzej Staszewski an diesem Sonntag in der MBS-Arena vor den Toren Berlins – auch wenn der gastgebende VfL als äußerst heimstarker Tabellenvierter eine äußerst hohe Hürde darstellt. „Jeder weiß bei uns,worum es geht: Egal wo der Gegner in der Tabelle steht, wir wollen unbedingt punkten und werden dafür alles geben“,betont Staszweski. Dabei hofft er,dass seine Spieler voralleman die gute zweite Halbzeit gegen Bernburg anknüpfen können: „Wenn wir die Effektivität im Angriff beibehalten können und in der Abwehr erneut so geschlossen zupacken – dann sind wir schon ein ganzes Stück weiter.“ In der Manfred-Schmidt Sporthalle war zudem am vergangenen Samstagabend Torhüter Björn Bröckerhoff  mit 50 Prozentg ehaltener Bälle zum bärenstarken Rückhalt avanciert. „Natürlich können auch unsere beiden jungen Torhüter wieder zu einem sehr wichtigen Faktor werden“, erklärt der SG-Coach. An das Hinspiel gegen Potsdam haben die Vareler indes keine guten Erinnerungen. Angetreten mit einem Rumpfteam, waren die Friesen zu Hause mit 29:41 gegen die Brandenburger unter die Räder gekommen – auch weil in der Deckung ohne Abwehrchef Helge Janßen wenig zusammenlief. „Unser Rückzugsverhalten nach Ballverlusten, Fehlwürfen, aber auch eigenen Treffern wird auch im Rückspiel das A und O sein“, betont Staszewski mit Blick auf das voll auf Tempohandball setzende junge VfL-Team: „Die Potsdamer gehen 60 Minuten lang volles Tempo nach vorn.“ Insbesondere die beiden pfeilschnellen Außen Julius Dierberg und Nils Gugisch stechen dabei immer wieder als Vollstrecker hervor. Derweil ahnt V fL-Trainer Jens Deffke, worauf sich seine Spieler im bereits vorletzten Heimspiel der Saison einstellen müssen: „Die Vareler kämpfen um den Klassenerhalt, ich erwarte ein körperlich intensives Spiel.“

Quelle NWZ: Henning Busch  www.nwzonline.de/friesland/lokalsport