Im Osten nichts Neues: Die Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden haben wie in den vorherigen Spielzeiten ihre Auftaktpartie in fremder Halle verloren. Am Sonnabend zog das Team von Trainer Andrzej Staszewski mit 29:33 (14:15) beim SC Magdeburg II den Kürzeren. Damit kehrten die Friesen nach jeweils fünfstündiger An- und Abfahrt sowie zwischendrin 60 umkämpften Spielminuten mit leeren Händen aus Sachsen-Anhalt zurück.

„Das tut schon ein bisschen weh, vor allem weil viel, viel mehr für uns drin war“, bilanzierte Staszewski geknickt: „16 technische Fehler und mehr als 20 Fehlwürfe, zum Teil aus klaren Wurfpositionen, sind einfach zu viel, deshalb muss die ganze Mannschaft nach dieser Niederlage die Schuld bei sich selbst suchen.“

Dabei hatten sich die Vareler in einer schnellen, offenen und fairen Partie, die zudem von den beiden Unparteiischen aus Leipzig vorzüglich geleitet wurde, in der ausgeglichenen Anfangsphase die erste Führung erarbeitet – 8:7 (14. Minute). Doch es sollte die einzige bleiben, denn der enorm junge Magdeburger Bundesliga-Unterbau konterte mit fünf Treffern in Folge zum 12:8 (20.).

„Obwohl Björn Bröckerhoff mit 17 Paraden stark gehalten hat und unsere Abwehrspieler richtig gekämpft haben, haben wir insgesamt natürlich zu viele Gegentreffer kassiert“, bilanzierte Staszewski. Erst als er von einer 6:0-Defensivformation auf ein 5:1-System mit Oliver Staszewski als Vorgezogenem umgestellt hatte, lief es etwas besser. Prompt kamen die Gäste kurz vor der Pause zum zwischenzeitlichen Ausgleich (14:14).

„In dieser Phase haben wir im Angriff konzentriert und geduldig gespielt – das habe ich allerdings nach dem Seitwechsel dann wieder über weite Strecken vermisst“, erläuterte Trainer Staszewski.

Vor allem aus dem SG-Rückraum kam zum Saisonstart zu wenig Durchschlagskraft, während die Außen Jan Derk Janßen (4), Max Wiedenmann (4) und Etrit Xhafolli (1) mit insgesamt neun Treffern eine ansprechende Wurfquote aufweisen konnten. „Von den erfahrenen Spielern hätte ich mir indes schon ein bisschen mehr erwartet“, sagte der SG-Coach mit Blick auf die diesmal durchwachsene Wurfqualität aus dem Rückraum sowie die mitunter hektische Spielweise: „Wir haben zum Teil zu schnell abgeschlossen, wollten per Einzelaktionen zu oft mit dem Kopf durch die Wand.“

So liefen die Vareler nach der Pause über Zwischenstände von 16:18 (36.), 18:21 (40.), 21:25 (47.) und 24:28 (50.) immer einem Rückstand hinterher – auch weil sich die Magdeburger Youngster im Eins-gegen-Eins-Spiel immer wieder gute Wurfchancen erarbeiteten und diese auch nutzten. Dennoch kämpfte sich die SG drei Minuten vor dem Abpfiff noch einmal auf einen Treffer heran – 28:29 (57.). Zu mehr sollte es allerdings nicht reichen.

„Der Sieg der Magdeburger war am Ende verdient, auch weil das junge Team über 60 Minuten mehr an sich geglaubt hat“, analysierte Staszewski, während seine Spieler nicht an die Leistungen aus den Vorbereitungsspielen hätten anknüpfen können. „Sonst hätte es zum Auftaktsieg gereicht“, war sich der SG-Coach sicher: „Natürlich ist das erste Spiel immer schwer. Jetzt heißt es, unter der Woche hart im Training zu arbeiten, um dann im schwierigen Heimspiel gegen den Oranienburger HC am kommenden Sonnabend zu Hause in den richtigen Rhythmus zu kommen.“

Quelle: Henning Busch – www.nwzonline.de/friesland/lokalsport/