Der Titelverteidiger ist bei der Jubiläumsauflage des Oldenburg Cups nicht über den vorletzten Platz hinaus gekommen. Nach zwei Niederlagen in der Gruppenphase – einer schmerzhaften gegen den gastgebenden und klassenniedrigeren Verbandsligisten Tvd Haarentor (16:21) sowie einer erwarteten gegen Zweitligist Wilhelmshavener HV (14:27) – setzte sich das neu formierte Team des Handball Oberligisten SG VTB/Altjührden am Sonntag beim 25. Roland-Stein-Turnier im Spiel um Platz fünf immerhin mit 21:18 gegen Ligarivale VfL Edewecht durch. „Das war ein versöhnlicher Abschluss“, brachte der neue SG-Coach Ivo Warnecke die durchwachsene Bilanz nach Turnierende auf den Punkt, haderte aber noch immer mit
dem schwachen Beginn seiner Mannschafti m Auftaktspiel am Samstag gegen seinen Ex-Club TvdH: „Da haben die Jungs leider keine Einstellung gefunden und viel zu schnell mit 1:7 hinten gelegen – das ist bei 40 Spielminuten dann nur noch schwer wieder aufzuholen.“ Die gegen ihren Ex-Mitspieler besonders motivierten Haarentorer hatten dabei vor guter Kulisse insbesondere von Fehlern im Vareler Angriffsspiel profitiert und die Gäste ausgekontert. Indes wusste SG Neuzugang Patryk Adam, der auf Linksaußen und Rückraum Mitte zum Einsatz kam, auf Vareler Seite zu überzeugen. Derweil taten sich im Rückraum vor allem Kevin Langer und Oliver Staszewski schwer, während sich Warnecke selbst nicht einwechselte. Komplett fehlten beim Turnier Martins Libergs sowie Joke Brüning. „Die Partie gegen den WHV war schon ein Schritt in die richtige Richtung, da hat mir einiges besser gefallen “, analysierte Warnecke, der in diesem Spiel auch selbst zum Ball griff.Im abschließenden Duell um Platz fünf gegen Edewecht stand er noch länger auf der Platte, während Co-Trainer Ralf Koring auf der Bank Regie führte. „Gegen den VfL sind wir, anders als in den beiden vorherigen Spielen, sofort gut
reingekommen und lagen praktisch immer, wenn auch nur knapp, vorn“, freute sich Warnecke. Dennoch bleibt ihm und seinen Mitspielern in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit 2017/2018, diei n vier Wochen mit einem Auswärtsspiel beim TuS Rotenburg beginnt und danach am Sonnabend, 9. September, vor heimischer Kulisse bereits das Derby gegen den TV Cloppenburg bereit hält, noch jede Menge Arbeit. „Das Hauptaugenmerk liegt auf der Abwehr, da muss das Zusammenspiel in der 6:0-Deckung deutlich besser werden“, erklärt Warnecke, der zudem noch auf den Zugang eines zweiten Torwarts hofft: „Das ist vom Personal her momentan die größte Baustelle, aber da sind wir in guten Gesprächen.“ Seinen Einsatz als Spielertrainer sieht er lediglich als Notlösung, für den Fall, dass kein weiterer Rückraumspieler mehr zu dieser Saison zur SG stößt. Derweilb ekamen die Zuschauer am Sonntag in Oldenburg ein hochklassiges Finale geboten. Im Duell zweier spielstarker Zweitligisten setzte sich dabei der WHV hauch dünn mit 21:20 gegen die HSG Nordhorn-Lingen durch und löste damit die Vareler als Turniersieger ab. Letztere hatten sich im Vorjahr (als Drittligist und natürlich in deutlich stärkerer Besetzung) im Endspiel gegen den OHV Aurich durchgesetzt. Die Ostfriesen wurden diesmal durch ein 36:21 im kleinen Finale gegen den TvdH Dritter.

 

Quelle NWZ: Henning Busch : www.nwzonline.de/friesland/lokalsport