Zurück in der Erfolgsspur: Die Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden haben am Samstagabend in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden vor 370 Zuschauern einen ungefährdeten 31:23 Heimsieg gegen den TV Bissendorf-Holte gefeiert. Damit gelang nach zuvor nur einem Punkt aus den ersten beiden Spielen der Rückrunde die angepeilte Trendwende. Die Mannschaft von SG Spielertrainer Ivo Warnecke wusste nach den zuletzt doch eher mäßigen Leistungen diesmal in allen Mannschaftsteilen zu überzeugen. Vor allem Rechtsaußen Jan-Uwe Behrends mit 13 Treffern, davon sechs Siebenmeter, und Linksaußen Patryk Abram mit sieben Toren waren von der Bissendorfer Abwehr nicht zu stoppen. Zudem überzeugte SG-Keeper Levin Stasch hinter einer sattelfesten Abwehr mit 17 gekonnten Paraden. Ohne ihren erkrankten Torjäger Oliver Staszewski und ohne Jochen Toepler (Schulterprobleme) hatten die Friesländer von Beginn an keinen Zweifel aufkommen lassen, wer an diesem Abend der Herr im Hause sein würde. So führte die SG nach elf Minuten bereits mit 8:3. Auffällig war das zuvor lange Zeit vermisste Tempospiel der Vareler,mit dem die Gäste gar nicht zurecht kamen. Neben einem umsichtig dirigierenden Joke Brüning machte vor allem Warnecke immer wieder das Spiel schnell. „Wir haben das Spielverhalten
gegenüber den Begegnungen gegen Rotenburg und Cloppenburg verändert und diesmal blitzschnell von Abwehr auf Angriff umgeschaltet. Das hat sich ausgezahlt“, freute sich Warnecke: „So sind uns diesmal auch wieder die einfachen Tore gelungen.“ Nach 22 Minuten führte die SG bereits komfortabel mit 15:5. Bezeichnend war auch, dass die sehr bewegliche Abwehr vor dem  überragenden Levin Stasch hervorragend funktionierte. Insbesondere der Mittelblock war von den Gästen kaum zu überwinden. Bissendorfs Christian Rußwinkel wurde quasi zur Bedeutungslosigkeit degradiert. Erst in der 19. Minute gelang dem T V-Torjäger sein erstes Tor – per Siebenmeter. In der Schlussphase der ersten Hälfte mussten die Gastgeber ihrem hohen Tempo allerdings ein wenig Tribut zollen. Die Gäste verkürzten bis zum Pausenpfiff noch  auf 11:16. Das war aber nicht mehr als ein Strohfeuer. In der Kabine fand Warnecke anscheinend die richtigen Worte, denn nach Wiederanpfiff brannte die SG wieder ein Feuerwerk ab. Innerhalb von zehn Minuten schraubten die Vareler das Ergebnis vorentscheidend auf 24:13 hoch. Dieser deutliche Vorsprung hielt bis zur 55. Minute (30:19), ehe den Gästen noch ein wenig Ergebniskosmetik gelang. „Die Abwehr und Levin als Super-Rückhalt waren wieder da. Dass Martins Libergs dabei war, hat sich zudem positiv bemerkbar gemacht“, resümierte Warnecke. „Die Freude ist deutlich zu spüren. Dieser Sieg war enorm wichtig“, freute sich auch SG-Keeper Stasch.

Quelle NWZ: FRIEDHELMMÜLLER-DÜRING: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport