Oberligist VTB/Altjührden ringt Schwanewede/Neuenkirchenmit 25:21 nieder – 611 Zuschauer

Als einziges noch verlustpunktfreies Team in der Oberliga Nordsee bleiben die Handballer der SG VTB/ Altjührden auch nach dem sechsten Spieltag das Maß der Dinge. Allerdings war es für die Friesen am Samstagabend vor der guten Kulisse von 611 Zuschauern eine zähe Angelegenheit gegen einen unbequemen Gegner, ehe der 25:21 (14:13)-Arbeitssieg gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen in der Manfred-Schmidt-Sporthalle sicher eingetütet war. So hatte den Varelern, bei denen der angeschlagene Kevin Langer (Knie- und Schienbeinblessur) im rechten Rückraum erneut geschont wurde, untern Strich vor allem die mangelhafte Chancen verwertung zu schaffen gemacht.Die Gastgeber leisteten sich gegen die teils sehr unkonventionell deckenden Gäste aus dem Landkreis Osterholzimmer wieder Fehlwürfe selbst aus besten Wurfpositionen. „Wir haben uns in der Tat im Angriffd iesmal sehr schwergetan“,bilanzierte SG Spielertrainer Ivo Warnecke: „Zum einen war die Trefferquote nicht gut, zum anderen hat mir der Balltransport von der einen zur anderen Seite nicht gut gefallen.“ Insbesondere „die komische Deckungsvariante“ mit einem wild umher laufenden „Indianer“ vor der HSG-Abwehr habe seiner Mannschaft gar nicht geschmeckt. Erschwerend kam hinzu, dass der als Ersatz auf Rückraum rechts eingeplante Außenspieler Jan Uwe Behrends wegen einer Rippenblockade nach einem Schlag in der zweiten Hälfte nur noch für Siebenmeter eingewechselt werden konnte. Doch zurück zu den ersten 30 Spielminuten, in denen sich die Hausherren gegen die enorm das Tempo verschleppenden Schwaneweder um Routinier und Regisseur Matthias Ruckh über Zwischenstände von 3:2 (10. Minute), 6:4 (16.), 8:8 (20.) und 13:11 (27.) nie auf mehr als zwei Treffer absetzen konnten. Im Gegenteil: Dass die Vareler nicht ihrerseits in Rückstand gerieten, hatten sie allen voran ihrem Torhüter Levin Stasch zu verdanken, der gleich zu Beginn der Partie reaktionsschnell drei freie Würfe in Folge entschärfte. Nach Wiederbeginn aber gerieten die Gastgeber sogar mit14:15 (34.) ins Hintertreffen, ehe sie nach dem 16:16 Gleichstand (39.) einen ganz wichtigen Zwischenspurt zum 19:16 (46.) einlegten. Auf mehr als zwei Treffer ließen sie danach die Schwaneweder nicht mehr herankommen – und das lag einmal mehr in dieser Saison an der bärenstarken Abwehr mit wachsamen Torhütern dahinter. „Schon vor dem Seitenwechsel stand unsere Deckung nicht schlecht, auch wenn wir mit unter noch etwas zu weit auseinander agierten und uns gegenseitig nicht gut genug geholfen haben“, analysierte Warnecke: „Nach dem Seitenwechsel kassieren wir aber nur noch acht Gegentore, wobei diverse davon im Eins-gegen-Eins Duell von uns sogar noch hätten unterbunden werden können. Würde man diese Dinger noch abziehen, war das eine Weltklasse-Leistung.“ Zwar hatte sich das Team von HSG-Coach Andreas Szwalkiewicz („Die Niederlage ist etwas zu hoch ausgefallen – in der ersten Hälfte haben wir das ganz gut gemacht“) über 20:18 (51.) bis zum 21:19 (52.) nach Kräften gegen die drohende zweite Saisonniederlage gestemmt. Nach dem 23:19 (55.) war der Widerstand allerdings gebrochen. „Wir müssen gerade im Angriff noch viel arbeiten“,erklärte Warnecke abschließend: „Aber mit den zwei Punkten bin ich natürlich sehr zufrieden.“

Quelle NWZ: HENNING BUSCH: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport