Nach dem Fehlstart in die Rückrunde mit nur einem Punkt aus den ersten beiden Partien nach der Hinrunde – darunter zuletzt die deftige 21:31-Pleite im Derby beim TV Cloppenburg – wollen die Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden das Ruder im Titelkampf vor heimischer Kulisse wieder herumreißen. Gegen den Tabellen siebten TV Bissendorf-Holte (15:15 Punkte) sucht der aktuell etwas strauchelnde Spitzenreiter (25:5) den Weg aus der Formkrise und zurück zur alten Spielstärke von Ende 2017. „Ein paar Grundlagen, die wir uns in der Hinrunde erarbeitet haben, sind leider weg – und damit die Sicherheit in Abwehr und Angriff“, bedauert SG-Spielertrainer Ivo Warnecke, der seine Mannen unter der Woche mit klaren Worten nun auch mental wieder auf den richtigen Pfad zu bringen versucht hat: „Ich hoffe, dass wir nun schnell zu unserem Spiel zurück finden und uns wieder in erster Linie auf uns selbst fokussieren statt auf die Tabelle. Wir müssen von Spiel zu Spiel denken und wieder an uns glauben.“ Letzteres gilt besonders für diverse Spieler, die zurzeit ein Leistungstief durchschreiten. Während die SG aktuell im Angriff vor allem von Linksaußen und aus dem rechten Rückraum zu wenig Durchschlagskraft und Treffsicherheit entwickelt,erreichen zurzeit auch die Torhüter nicht das teils bärenstarke Niveau der Hinserie – wobei allerdings bisweilen auch die nötige Unterstützung aus der momentan erstaunlich löchrigen 6:0-Abwehr fehlte. Gemeinsam und über die kämpferische Einstellung soll an diesem Samstagabend nun der erlösende erste Rückrundensieg her. Das Team aus Bissendorf-Holte hatten die Vareler im Hinspiel knapp mit 28:26 bezwungen. Nach zuvor drei Niederlagen in Serie haben sich die Gäste aus dem Osnabrücker Land inzwischen durch zwei Siege in Folge etwasLuft vor der Abstiegszone verschafft. Das lag nicht zuletzt an den Vollstrecker-Qualitäten des Bissendorfer Rückraums um Haupttorschütze Christian Rußwinkel. „Die Bissendorfer haben gleich drei sehr wurfstarke Rückraumspieler, die auch mal den Abschluss aus zehn Metern suchen“, weiß Warnecke. Zudem bringt das Team von TV-Trainer Malte Mischok immer wieder Kreisläufer Simon Mayer gut ins Spiel und fackelt nach Ballgewinnen in der zweiten Welle nicht lange bis zum Torwurf. „Bei diesem Run-and-Gun Handball brauchen wir unbedingt ein schnelles und gut organisiertes Rückzugsverhalten“, mahnt Warnecke an: „Zudem muss unsere 6:0-Abwehr aus dem gebundenen Spiel heraus wieder zu einer echten Waffe werden.“

Quelle NWZ: HENNING BUSCH: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport