Oberligist verlängert mit Trainergespann und vier Leistungsträgern

Die Chancen auf den direkten Wiederaufstieg in die Dritte Liga stehen nicht schlecht für die ambitionierten Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden. Die Friesen überwintern mit zehn Siegen aus elf Spielen (20:2Punkte) als inoffizieller Herbstmeister und haben kurz vor dem Ende der Hinrunde derzeit im VfL Edewecht (18:4) und der HSG Barnstorf/Diepholz (16:6) „nur“ zwei ernsthafte Verfolger im Titelkampf im Nacken.Wobei für die Ammerländer, die dem SG-Team mit 2 7:24 die bislang einzige Saisonniederlage zufügt haben, dem Vernehmen nach der Aufstieg in die Drittklassigkeit aus wirtschaftlichen Gründen in den nächsten zwei, drei Jahren nicht in Frage kommen soll.

Große Chance

„Unsere Mannschaft weiß inzwischen, wozu sie in der Lage ist, und was die Stunde geschlagen hat“, ist sich Andre Seefeldt, Sportlicher Leiter der SG, sicher: „Die Chance auf eine direkte Rückkehr in die Dritte Liga ist groß.“ Auch deshalb wollen Seefeldt und seine Mitstreiter aus dem „SG-Kompetenzteam“ so früh wie selten zuvor bei den Altjührdenern in Sachen Kaderplanung für die neue Spielzeit Nägel mit Köpfen machen. In sechs Fällen ist dies sogar noch im alten Jahr gelungen.

Begehrlichkeiten geweckt

So wird das Trainergespann Ivo Warnecke und Ralf Koring unabhängig von der Spielklasse in der Saison 2018/2019 seine Arbeit fortsetzen. Zudem wurden die Verträge mitv ier Leistungsträgern, die mit unter auch Begehrlichkeiten bei anderen Clubs geweckt haben, frühzeitig verlängert – zum Teil um zwei Jahre: Kapitän Helge Janßen, Kevin Langer, Patryk Abramund Levin Stasch. „Natürlich wollen diese Jungs wieder in die Dritte Liga“, weiß Seefeldt. Darüber hinaus habe es gute Gespräche mit weiteren Spielern des aktuellen Kaders in Sachen Vertragsverlängerung gegeben. Unter ihnen findet sich in Oliver Staszewski auch der treffsicherste Torschütze der SG, der auf eine berufliche Perspektive in der Region hofft. Als sicher gilt, dass Routinier Jochen Toepler nach dieser Saison sportlich kürzer treten wird. Für Jan-Uwe Behrends wäre im Falle des erhofften Aufstiegs der erforderliche Aufwand wohl zu groß. Auch deshalb befinden sich die SG Verantwortlichen schon in ersten Verhandlungen mit potenziellen Neuzugängen.„Auf jeden Fall planen wir mit einer Mannschaft,die im Falle des Aufstieges die Klasse halten oder, wenn die Meisterschaft in dieser Spielzeit noch nicht errungen werden kann, im nächsten Jahr einer der Topfavoriten auf den Aufstieg sein wird“, betont Seefeldt. Wohlwissend, dass die Konkurrenz in der Oberliga Spielzeit 2018/2019 deutlich größer sein dürfte. So droht dem Drittligisten OHV Aurich aktuell der Abstieg in die Viertklassigkeit, während SG Liga-Rivale TV Cloppenburg und der potenzielle Verbandsliga-Aufsteiger HSG Delmenhorst große Ambitionen Richtung Dritte oder gar Zweite Liga hegen sollen. „Wichtig ist, dass wir unsere eigenen Hausaufgaben machen“, erläutert Seefeldt. Eine personelle Verstärkung für die aktuelle Rückrunde sei zwar nicht geplant, könne sich in einem Fall aber eventuell ergeben. „Wir suchen in jedem Fall für jede Rückraumposition eine Verstärkung“, verrät der Sportlicher Leiter: „Dann müssen wir gucken, wo noch Bedarf ist – etwa auf Rechtsaußen.“

Starke Entwicklung

Voll eingebunden in die Suche nach Verstärkungen ist das Trainergespann der SG. „Wir sind absolut zufrieden mit der Arbeit der beiden“, betont Seefeldt: „Sie harmonieren und ergänzen sich super, da gibt es kein Kompetenzgerangel.“ Zudem habe sich die Mannschaft unter Warnecke und Koring im Vergleich zum Saisonbeginn „klasse entwickelt“.Ziel sei es, das sich Warnecke in der neuen Saison dann voll auf das Traineramt konzentrieren kann und selbst nicht mehr das Trikot überstreifen muss.

Quelle NWZ: HENNING BUSCH: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport