Die ambitionierten Vareler wissen um die Heimstärke der Wesermärschler. Der Anwurf erfolgt Sonntag um 15 Uhr in der Stadthalle.

Einen dicken Brocken haben die ambitionierten Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden gleich zu Beginn des neuen Jahres vor der Brust.So muss der Spitzenreiter (20:2P unkte), der mit dem direkten Wiederaufstieg in die Dritte Liga liebäugelt, an diesem Sonntagnachmittag beim Tabellen siebten Elsflether TB (11:11) ran. Der Anwurf in der dortigen Stadthalle (Oberrege 16) erfolgt um 15 Uhr vor vermutlich großer Kulisse, denn der ETB hat auch zu einem Familientag geladen. Zudem hoffen die Vareler auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung durch ihre Fans. Was von der reinen Tabellenkonstellation her als durchaus lösbare Aufgabe für das favorisierte Team von SG Spielertrainer Ivo Warnecke erscheint, entpuppt sich bei näherem Hinsehen auf die Qualitäten des Gastgebers aus der Wesermarsch als durchaus kniffelige Herausforderung. Zum einen stellen die Elsflether, die in der vergangenen Saison auch aufgrund großer Verletzungssorgen erst am letzten Spieltag unter Coach Ulrich Adami den Klassenerhalt perfekt machen konnten, dank einer kompakten 6:0-Formation und starker Torhüter eine der besten Abwehrreihen der Oberliga Nordsee. „Bei Fehlwürfen oder Ballverlusten des Gegners schalten die Elsflether
sofort auf eine schnelle erste Welle um“, analysiert SG-CoTrainerRalf Koring:„Diese gewachsene Truppe muss man erstmal niederringen.“ Zum anderen sind die Elsflether äußerst heimstark. Zwar setzte es gleich zu Beginn dieser Saison eine knappe 16:18-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten VfL Edewecht. Danach jedoch ließen die Wesermärschler in vier weiteren Heimspielen vier Siege folgen. Dies ist zu einem gewissen Teil sicherlich auch der Tatsache geschuldet,dass in der Stadthalle kein Haftmittel erlaubt ist – was die gegnerischen Teams, die es gewohnt sind, für den besseren Grip mit Harz an den Händen zu agieren, bei Würfen und Pässen reihenweise vor Probleme stellt. „Zuhause am Sonntagnachmittag und ohne Backe – das macht die Elsflether zu einem unbequemen Gegner“, weiß daher natürlich auch VTB-Trainer Warnecke. Zudem sei das Videostudium dieses Gegners „recht schwierig“. Fakt ist: Als Vollstrecker stechen bei den Gastgebern Christopher Santen und Markus Zindler hervor, die gemeinsam für gut die Hälfte aller ETB-Tore verantwortlich zeichnen. Immerhin konnten sich die Vareler in den Trainingseinheiten während der kurzen Winterpause gezielt auf das Haftmittel-Verbot vorbereiten und griffen im Training der vergangenen Wochen ausnahmsweise nicht zum verklebten Harz-Pott. Dennoch prophezeit auch Andre Seefeldt,SportlicherLeiter der SG VTB/Altjührden, den Varelern eine „große Herausforderung“ in Elsfleth: „Der ETB stellt eine eingeschworene, eingespielte Mannschaft, die ihre Stärken in der Defensive hat. Gut, dass unser Team 14 Tage Zeit hatte, sich auf das Backeverbot vorzubereiten.“

Quelle NWZ: HENNING BUSCH: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport