Der direkte Wiederaufstieg in die Dritte Liga ist zum Greifen nah.Vier Spiele haben die Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden theoretisch Zeit, den letzten noch fehlenden Sieg zu holen und dadurch die angepeilte Rückkehr in die Drittklassigkeit definitiv perfekt zu machen. Doch geht es nach Spielertrainer Ivo Warnecke, dann wollen er und seine Mitstreiter den Titelcoup möglichst schon an diesem Samstagabend vor heimischer Kulisse sicher eintüten. Zu Gast ist im vorletzten Heimspiel der Saison ab 19.30 Uhr in der Manfred-Schmidt Sporthalle aber ein schwerer Brocken, der Tabellen fünfte SG Bremen/Hastedt. Und die Akteure von der Weser,für die die Vizemeisterschaft noch machbar ist,würden den Friesen nur all zugerne die vorzeitige Meistersause verderben – schließlich hatten sie im Hinspiel eine auch in der höhe verdiente 24:33-Heimklatsche einstecken müssen.Das war eines unseres besten Spiele der Saison“, erinnert sich Warnecke, der bereits in der Nacht nach dem 29:20-Kantersieg in Neerstedt ein erstes Video von den Bremer Kontrahenten sichtete, um im Rückspiel nichts dem Zufall zu überlassen:„Das wäre es doch–zu Hause vorzeitig die Meisterschaftperfekt zu machen. Dazu müssen wir uns zunächst einmal aber unbedingt voll auf das Spiel und den starken Gegner konzentrieren und die Tabellenkonstellation völlig ausblenden.“ Aufseiten der SG Bremen/ Hastedt sticht ein Akteur ganz besonders hervor – Marten Franke, der den meisten Altjührdener Spielern und Fans noch aus seinen Zweit- und Drittligazeiten beim VfL Edewecht und OHV Aurich bekannt ist. Der Spielertrainer der Gäste glänzt nicht nur als Taktgeber auf Rückraum Mitte und bei Tempogenstößen sowie der Zweiten Welle.Er ist mit 157 Treffern auch deren mit Abstand gefährlichster Torschütze.Ihm dicht auf den Fersen in der Torjägerliste der Nordsee-Staffel ist an Position fünf Oliver Staszewski (154), der am vergangenen Wochenende pünktlich zum Saisonfinale eine Galavorstellung in Neerstedt abgeliefert hatte. Er soll seine SG-Nebenleute nun auch in Altjührden in der Offensive mitreißen. Dabei müssen sich die Hausherren auf eine variable Abwehr einstellen,die von 6:0 über 5:1 bis zur offenen Manndeckung alle Varianten beherrscht.Eine große Meistersause für den Fall der Fälle haben die SG-Verantwortlichen übrigens – wohl auch aus Aberglauben – nicht vorbereitet. „Sollte es am Samstag schon klappen, gibt es nur eine ganz kleine Aktion“, erläutert Andreas Henk aus dem Altjührdener Kompetenzteam. Erst beim letzten Heimspiel am Sonnabend, 28. April, gegen Elsfleth, solle es dann im Falle des sehr wahrscheinlichen Erfolges das volle Feier-Programm geben.

RECHENSPIELE

Acht Punkte sind in der Handball-Oberliga noch zu vergeben. An der Spitze fehlt der SG VTB/Altjührden (36:8 Punkte) noch ein Zähler, um vom Tabellendritten HSG Barnstorf/ Diepholz (28:16) endgültig nicht mehr eingeholt werden zu können. Dann würde nur noch der Zweite VfL Edewecht (29:15) rechnerisch nach Punkten gleichziehen können. Die Ammerländer haben aber schon frühzeitig im Saisonverlauf erklärt, aus finanziellen Gründen auf einen Aufstieg verzichten zu wollen. Fakt ist: Mit einem Sieg gegen die SG Bremen/Hastedt ist den Altjührdenern der Meistertitel definitiv nicht mehr zu nehmen.

Quelle NWZ: HENNINGBUSCH: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport