In der 12. Minute hatte Varel noch mit fünf Toren zurückgelegen. Wegen vieler ausgelassener Wurfchancen blieb es bis zum Schluss spannend.

Es läuft weiter wie geschmiert für die Oberliga Handballer der SG VTB/Altjührden. Am Samstagabend feierte die Mannschaftum Spielertrainer Ivo Warnecke mit dem 24:23 (10:12)-Erfolg im Duell zweier Drittliga-Absteiger beim SV Beckdorf den fünften Sieg im fünften Saisonspiel und baute damit die Tabellenführung aus. Allerdings hatten die Gäste aus Friesland bis zum Schlusspfiff ein ganz hartes StückArbeit zu verrichten, zumal sie vor allem im Abschluss noch viel Luft nach oben ließen. Zu Beginn der heftig umkämpften Partie im Landkreis Stade hatten die Vareler zunächst Abstimmungsprobleme in der Deckung offenbart und sich mehrmals überrumpeln lassen. „Dahaben wir zu schnelle Gegentore kassiert“, bemängelte Warnecke: „Wir sind zwar gutzurückgelaufen, haben dann aber den Schritt nach vorn auf den Gegenspieler zu meist zu spät gemacht.“ So gerieten die Vareler gegen die Beckdorfer, die nach zwei Niederlagen in Folge bereits unter Druck standen, nicht schon frühzeitig den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren, mit 4:9 in Rückstand (12. Minute.). In der eiligst ein berufenen Auszeit stellte Warnecke seine Mannschaftneu ein – mitEr
folg. Beim 9:9(23.) glichen die Gäste erstmals wieder aus,gerieten zur Pause aber wieder ins Hintertreffen.Hauptgrund dafür war die schwache Trefferquote der Friesen. Hatten etwa die Außen der Vareler beim 32:23-Heimsieg gegen Bremervörde noch fast alles getroffen, erwischten sie diesmal einen schwarzen Tag. „Dabei lief der Ball im Angriff gut durch und haben wir immer wieder gute Wurfpositionen herausgespielt – doch war die Trefferquote diesmal leider unterirdisch“, ärgerte sich Warnecke über das Auslassen zu vieler freier Wurfchancen. Und genau deshalb machten sich die Vareler, bei denen die angeschlagenen Oliver Staszewski (Grippe), Kevin Langer (Schienbeinprellung), Helge Janßen (Nackenprobleme) und Patryk Abram (Handverletzung) auf die Zähne bissen, auch nach der Pause das Leben selbst schwer gegen zudem aufopferungvoll kämpfende Beckdorfer. Diese wechselten im Angriff zudem immer wieder einen siebten Feldspieler für den eigenen Keeper ein. Zwar setzten sich die Gäste nach Wiederbeginn, lautstark angefeuert von zahlreichen mit gereisten SG-Fans, auf 19:16 ab (45.). Sie verpassten es aber, den Sack vorzeitig zuzumachen. Auch wegen zweier verworfener Siebenmeter inFolge und eines Tempogegenstoßes, der krachend an der Latte des gegnerischen Tores endete, blieb es bis zum Ende richtig spannend.
Beckdorf verkürzte auf 20:21 (53.) und nach dem 20:23 (56.) auf 23:24 – da waren noch anderthalb Minuten auf der Uhr. 30 Sekunden vor Schluss kassierte Warnecke eine Zwei-Minuten-Strafe. Doch versandete Beckdorfs letzter Angriff trotz Überzahl in einem Stürmerfoul. Das nächste Punktspiel stehtf ür die SG-Handballer nun erst in drei Wochen an. Dann empfängt die Warnecke-Sieben die HSG Schwanewede/Neuenkirchen am Sonnabend, 21. Oktober. Eine Woche zuvor, am 15. Oktober, müssen die Friesen in der zweiten Runde des HVN-Pokals bei der TSG Hatten-Sandkrug ran. Der Anwurf beim Verbandsligisten am Wahlsonntag erfolgt um 16 Uhr.

Quelle NWZ: Henning Busch: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport