Mit gestärktem Selbstvertrauen reisen die Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden nach dem erlösenden 22:19-Heimsieg gegen den Oranienburger HC an diesem Sonnabend zum noch sieg- und punktlosen Aufsteiger SV Beckdorf. Die Partie im Süden des Landkreises Stade beginnt um 19.30 Uhr.

Für die Mannschaft von HSG-Trainer Andrzej Staszewski kann es vor dem „heißen Herbst“ mit schwierigen Aufgaben gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin (Heimspiel am Sonnabend, 8. Oktober), gegen den Derbyrivalen OHV Aurich (Auswärtsspiel am Freitag, 14. Oktober) und die HSG Nord HU (Heimspiel am Sonnabend, 22. Oktober) an den kommenden beiden Spieltagen nur ein Ziel geben: sich gegen vermeintliche „Leichtgewichte“ der Nord-Staffel – Beckdorf und danach HV Werder – ein kleines Punktepolster zuzulegen.

Dazu müssten die Vareler allerdings zunächst in Beckdorf ihre fast schon notorische Auswärtsschwäche überwinden. Außerdem treffen sie auf einen Gegner, der nach zwei hohen Niederlagen gegen Potsdam (24:31) und Schwerin (26:35) alles für das ersehnte erste Erfolgserlebnis nach dem Aufstieg in die Waagschale werfen wird.

So hat Beckdorfs Trainer Rayco Rodriguez die Brisanz des Heimspiels bereits erkannt und verbal überraschend zusätzlichen Druck für seine Mannschaft aufgebaut: „Die Zeit läuft uns davon. Gegen Altjührden kommt es nun schon zu einem ersten Endspiel – wir müssen punkten.“

Das hatten die Beckdorfer in der vergangenen Saison bei ihrem beeindruckenden Durchmarsch aus der Oberliga in die Dritte Liga mit 34 Pflichtspielsiegen in Folge noch nach Belieben getan. Der Schritt in die dritthöchste Spielklasse ist allerdings noch mal ein großer. Zumal die Verantwortlichen nach dem Aufstieg fünf Leistungsträger ziehen lassen mussten – darunter Maris Versakovs, der auch schon von den Vareler Verantwortlichen umworben wurde und nun für den Zweitliga-Absteiger HSG Nord HU aufläuft.

Namhaftester Zugang der Beckdorfer vor dieser Spielzeit ist der mehr als 50-fache lettische Nationalspieler Raimonds Trifanovs. Er ist Dreh- und Angelpunkt der SVB-Mannschaft. „Alle Beckdorfer Rückraumspieler sind gefährlich“, warnt HSG-Coach Andrzej Staszewski davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.

Weitere Stärken der Gastgeber hat er in der offensiv ausgerichteten, aber sehr robusten 6:0-Deckung gesehen. „Zudem versuchen sie viele einfache Tore über die zweite Welle zu erzielen, daher müssen wir im Rückzugsverhalten schnell und hellwach sein“, fordert er.

Personell kann der HSG-Trainer aus dem Vollen schöpfen. Die Rippenprellung bei Oliver Staszewski ist abgeklungen, er konnte unter der Woche voll durchtrainieren. Als Schlüssel zum ersten Auswärtssieg der Saison sieht er zudem die HSG-Abwehr sowie das junge Torhüter-Duo Björn Bröckerhoff und Levin Stasch.

Quelle: Henning Busch – www.nwzonline.de/friesland/lokalsport