Einen großen Schritt voran in Sachen Kaderplanung für die neue Saison haben die Handballer des Drittliga-Aufsteigers SG VTB/Altjührden gemacht. Am Donnerstag gaben die Verantwortlichen des Oberliga-Meisters die Verpflichtung von gleich vier neuen Spielern bekannt.

Darunter findet sich in Lukas Brötje vom VfL Edewecht ein alter Bekannter. Der 27-Jährige, der vor seinem Wechsel 2015 ins Ammerland unter anderen für die HSG Varel/Friesland II gespielt hat, soll auf Rückraum Mitte eine Alternative zu dem zuvor bereits verpflichteten Dennis Summa (SG Achim/Baden) bilden.

„Lukas ist ein Spieler, der den Etablierten Druck machen kann“, sagt SG-Sportleiter Andre Seefeldt. Zudem kennt Brötje die Laufwege des schon am Ende der Oberliga-Saison verpflichteten neuen SG-Kreisläufers Kai Schildknecht bestens, mit dem er in Edewecht zusammenspielte.

Für die Position im rechten Rückraum wurde Jonas Rohde vom VfL Fredenbeck geholt. Der 19-Jährige, der in Oldenburg studiert, kommt aus der Jugend des Traditionsvereins aus dem Landkreis Stade, hat nach einem überstandenen Kreuzbandanriss aber schon einige Erfahrungen in der Dritten Liga gesammelt.

Zudem werden in der kommenden Saison in der 3. Liga West zwei Dänen das Vareler Trikot überstreifen: Neu im linken Rückraum ist Thor Koch Søndergaard. Der 1999 geborene Rechtshänder spielte zuletzt für Nøvling IF. Vom IK Frem kommt Teis Danielsen. Der 19-jährige Linkshänder soll auf Rechtsaußen und Rückraum rechts auflaufen.

Beide Dänen hatten im Probetraining in Altjührden einen guten Eindruck hinterlassen, allen voran Søndergaard. „Er hat einen super Body und uns von Anfang begeistert“, erläutert Seefeldt, der bei der Zusammenstellung des neuen Kaders schon voll von Christoph Deters unterstützt wird. Dieser war in der Vorsaison noch als Sportlicher Leiter des VfL Edewecht aktiv, kehrte – wie berichtet – nun aber zur SG zurück.

Beide Dänen kommen aus der Jugend von Aalborg Håndbold, dem dänischen Champions-League-Teilnehmer. „Dieser Verein ist für seine sehr gute Jugendarbeit bekannt“, erklärt Seefeldt: „Beide suchen nun das Abenteuer im Ausland, wollen eine andere Sprache lernen und versuchen, hier im Handball Fuß zu fassen.“

Überhaupt erst möglich geworden seien die Transfers zudem durch die tatkräftige Unterstützung von Sponsoren, die unteren anderem bei der Jobsuche halfen.

Den sechs Abgängen (Jochen Toepler, Joke Brüning, Justin Herrmann, Martins Libergs, Fabian Hartwich, Oliver Staszewski) stehen nun sechs Zugänge gegenüber. Noch ist die Kaderplanung aber nicht abgeschlossen. Zumindest eine weitere Verstärkung soll noch folgen – bevorzugt ein Mann für die leichten Tore auf Rückraum links. „Wir werden jetzt mal die Karten legen und sehen, was finanziell noch geht“, sagt Seefeldt: „Der Spielermarkt ist zwar schon recht abgegrast, aber vielleicht bekommen wir in Verbindung mit einem Job ja noch was hin.“

Quelle NWZ: HENNING BUSCH: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport