Mit ein bisschen Rückenwind im Abstiegskampf reisen die Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden zum letzten schweren Auswärtsspiel des Jahres. Das Remis bei der SG Flensburg-Handewitt II (26:26) hat gezeigt, dass die seit Wochen ersatzgeschwächten Friesen durchaus zu Überraschungen imstande sind. Nun geht es an diesem Sonnabend zum VfL Fredenbeck, wo der Anwurf um 19.30 Uhr in der Geestlandhalle erfolgt.

Als aktueller Tabellensiebter (14:12 Punkte) laufen die Fredenbecker in dieser Spielzeit ihren eigenen Ansprüchen bislang hinterher. In der vergangenen Saison war das Team von Trainer Andreas Ott noch Vizemeister in der West-Staffel geworden, hatte aber aus finanziellen Gründen auf den möglichen Aufstieg in die Zweite Liga verzichtet, weil nicht genügend Sponsoren gewonnen werden konnten.

„Auch wenn die Fredenbecker über ihren bisherigen Saisonverlauf riesig enttäuscht sein werden, verfügen sie über eine unglaubliche Auswahl an starken Spielern“, weiß SG-Coach Andrzej Staszewski und verweist unter anderen auf „riesige Kanonen im Rückraum“. Damit sind allen voran die enorm wurfstarken Lars Kratzenberg und Maciek Tluczynski gemeint, die von Spielmacher David Oppong immer wieder gut in Szene gesetzt werden. Sehr treffsicher agiert auch Jürgen Steinscherer auf seiner angestammten Linksaußen-Position oder vom Siebenmeter-Strich.

Dennoch haben die Fredenbecker nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg (1 Remis, 2 Niederlagen) den Anschluss an die Spitzengruppe verloren. Umso mehr werden sie im letzten Heimspiel des Jahres einen versöhnlichen Abschluss anvisieren.

„Wir werden uns dort aber nicht verstecken“, verspricht SG-Trainer Staszewski und hofft auf einen ähnlich kampfstarken Auftritt seiner Mannen wie zuletzt gegen den Flensburger Bundesliga-Unterbau, als man drei Sekunden vor Schluss noch den obendrein umstrittenen Ausgleich hatte hinnehmen müssen. Personell bleibt die Situation bei den Varelern aber angespannt.

Während die Langzeitverletzten Helge Janßen und Tom Wiedenmann weiterhin ausfallen, konnten unter der Woche Etrit Xhafolli und Fabian Hartwich (beide Grippe) nicht trainieren. Ihr Einsatz am Sonnabend ist fraglich.

So wird die Hauptlast im Angriff einmal mehr auf den Schultern des aktuell äußerst formstarken Oliver Staszewski sowie von Marek Mikeci liegen, auch wenn Letzterer sich zurzeit in einem kleinen Formtief befindet. „Wir wollen genauso forsch auftreten wie in Flensburg, vorne möglichst wenig Fehler machen und hinten in der Abwehr möglichst kompakt stehen“, erklärt Staszewski: „Und dann schauen wir mal, was dabei herauskommt.“

Quelle NWZ: Henning Busch  www.nwzonline.de/friesland/lokalsport