Die Hoffnungen der Verantwortlichen des Handball-Drittligisten SG VTB/Altjührden auf eine Verlegung des für diesen Samstagabend angesetzten Auswärtsspiels (17Uhr) beim SV Anhalt Bernburg wegen akuten Personalmangels – die NWZ berichtete – haben sich zerschlagen. Die Gastgeber aus Sachsen-Anhalt stimmten einer Neuansetzung der Partie zu einem späteren Zeitpunkt(unter anderem mit dem Verweis auf eine Kartenaktion) nicht zu. Damit sind auch dem Staffelleiter, der einer Verlegung der Partie im Falle von grünem Licht aus Bernburg zugestimmt hätte, die Hände gebunden. „Wir haben alles versucht – leider ohne Erfolg“, erklärte SG-Betreuer Hans Hieronymus am Freitag auf Nachfrage. Im Falle des Nichtantritts würde den Varelern neben dem Punkteabzug eine saftige Strafe sowie das Tragen der Einnahmeausfälle der Bernburger drohen. Somit macht sich an diesem Samstagvormittag notgedrungen das letzte Aufgebot der Vareler, zu dem wegen Verletzungen und Erkrankungen aktuell nur ein einziger Torwart sowie sieben verbliebene Feldspieler gehören, auf die knapp 400 km lange Anreise mit dem Bus. Die große Stärke der Gastgeber ist ihre enorm kompakte und robuste Deckungsarbeit. Das galt bis zu dieser Spielzeit auch für die Vareler – seit dem Weggang von Till Schinnerer und dem Karriereende von Torhüter Andre Seefeldt am Ende der vergangenen Saison sind sie in dieser Statistikallerdings bedrohlich abgerutscht. Denker und Lenker im Angriffsspiel des SV Anhalt Bernburg ist Steffen Cieszynski. Zudem verstärkte sich die Mannschaft von Trainer Armands Uscins soeben mit dem 20-jährigen Rückraumspieler Marc Gordon, der vom Süd Drittligisten HC Oppenweiler / Backnang nach Sachsen-Anhalt wechselte. Von einer solchen personellen Verstärkung können die Vareler Spielerangesichts chronisch klammer Kassen bei der SG und zuvor der HSG Varel-Friesland nur träumen.

Quelle NWZ: Henning Busch  www.nwzonline.de/friesland/lokalsport