Dass die 26:28-Pleite bei der abstiegsgefährdeten HSG Schwanewede/Neuenkirchen am vergangenen Wochenende nach zuvor drei Siegen in Folge nur ein Ausrutscher im Titelkampf war, wollen die Handballer der SG VTB/Altjührden an diesem Sonntagnachmittag im nächsten Auswärtsspiel bei einem Oberliga Kellerkind beweisen.Diesmalistdie Rollenverteilung vor dem Anwurf sogar noch deutlicher schließlich muss der ambitionierte Spitzenreiter (31:7 Punkte) beim abgeschlagenen Schlusslicht ATSV HabenhausenII (5:33) ran.Los geht es in der Hinni-Schwenker-Halle in Bremen-Habenhausen bereits um 17 Uhr. „Ich hoffe, dass wir das Spiel gegen Schwanewede schon verdauen konnten“, sagt SG-Spielertrainer Ivo Warnecke, der selbst länger daran zu knabbern hatte und nach der schwachen Angriffsleistung seiner Mannschaftin der Vorwoche nun vor allem auf eine deutliche Leistungssteigerung in der Offensive hofft: „Wir müssen vorne wieder mehr Spielfreude erzeugen, viel mehr kommunizieren und die Mitspieler durch Überlaufen, Binden oder gute Pässe in gute Wurfpositionen bringen“, gibt er die taktische Marschroute vor. Im gleichen Atemzug warnt er davor, sich vom Tabellenstand blenden lassen: „Wir dürfen Habenhausen nicht unterschätzen, da sie jeden Punkt benötigen und alles gegen den drohenden Abstieg tun werden.“ Zumal sich die Altjührdener im Hinspiel beim 34:28-Sieg über weite Strecken gegen diesen Gegner durchaus schwer getan hatten: „Die spielen einen guten Ball und zeigen immer wieder gelungene Passstafetten.“ Mit Abstand auffälligster Akteur der Habenhauser Drittliga-Reserve, die am vergangenen Wochenende nur ein Rumpfteam aufbieten konnte und auch daher im Kellerduell beim SV Beckdorf (27:33) klar leer ausging, ist Marco Wilhelms. Der treffsichere Rückraumspieler befindet sich zurzeit in einer glänzenden Form und geht im Angriff kompromisslos immer wieder dahin, wo es in der gegnerischen Abwehr weh tut. Doch selbst seine zuletzt 16
Tore (davon 4 Siebenmeter) konnten die Pleite in Beckdorf nicht verhindern. Derweil hofft SG-Coach Warnecke auf die Rückkehr seines treffsicheren Rechtsaußen Jan-Uwe Behrends, den gegen Schwanewede die grassierende Grippewelle aus der Bahn geworfen hatte. Zudem verbittet sich der Spielertrainer von seinen Mannen voreilige Rechenspiele in puncto Meisterschaft und Aufstieg: „Wir müssen wieder von Spiel zu Spiel denken. Jeder Einzelne muss seine Einstellung finden.“

Quelle NWZ: HENNINGBUSCH: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport