Es war das erwartet schwere Heimspiel: Dass sich die Handballer von Oberliga-Spitzenreiter SG VTB/Altjührden beim knappen 28:26 (15:13)-Heimsieg gegen die SG Achim/Baden aber derart schwer tun würden, hatten am Samstagabend zuvor wohl nur die wenigsten der 461 Zuschauer in der Manfred-Schmidt Sporthalle in Altjührden gemutmaßt. Die offensive Deckung von Achims Florian Block-Osmers gegen Varels Torjäger Oliver Staszewski schmeckte den Gastgebern gar nicht. Auch die Schiedsrichter Hans-Christian van Hoorn und Günther Smolka Tongers hatte nichtg erade ihren besten Tagerwischt.Die Gäste durften sich darüber nicht gerade beklagen. „Wir hatten Varel am Rande einer Niederlage. Am Ende haben wir aber nicht so clever agiert, wie ich es mir vorgestellt habe“, ärgerte sich Achim-Badens Trainer Tobias Naumann ob der vergebenen Chance. Obwohl sich die Gastgeber um Spielertrainer Ivo Warnecke im Training intensiv auf die erwartete Manndeckung gegen Staszewski vorbereitet hatten, lief das Spiel bei den Varelern von Beginn an nicht rund. Mitte der ersten Hälfte lagen die Achim-Badener sogar mit9 :5 Toren vorn. Nach einer Auszeitf ing sich das Warnecke-Team allerdings und holte Tor um Tor auf. Mit der Schluss-Sekunde der ersten Hälfte erzielte Kapitän Helge Janßen vom Kreis die 15:13-Pausenführung. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gästeaber immer in Schlagdistanz. Varel versuchte alles, doch es gelang nicht davonzuziehen. Ein glückliches Händchen hatten die Hausherren dann mit dem Torhüterwechsel. In Halbzeit eins hatte Levin Stasch seine Klasse bewiesen, doch nach der Pause blieb er glücklos bei seinen Abwehraktionen. Wie gut, dass die Gastgeber in Patryk Plaszczak einen zweiten bärenstarken Keeper in ihren Reihen haben. Mitte der zweiten Hälfte offenbarte der Pole mits einen Paraden den Friesländern immer wieder Chancen, den Vorsprung auszubauen. Doch anstatt die Führung auf vier Treffer zu vergrößern, patzten die Gastgeber bei ihren Angriffsaktionen. In der Schlussphase bewies Varel dann seine Kaltschnäuzigkeit. Zunächst markierte Geburtstagskind Patryk Abram das 27:25. Als dann Plaszczak den Wurf der Gäste parierte und Warnecke zum 28:25 traf (59.), war der Drops gelutscht. „Wir haben das Spiel über Kampf nach Hause gebracht. Die SG Achim/Baden ist schon eine super Mannschaft. Sie sind schlecht in die Saison gekommen, haben zuletzt aber gute Ergebnisse gehabt. Wir wussten, dass es schwer wird. Wir waren nicht besser, haben aber die Punkte geholt. So ist der Sport nun mal“, resümierte Warnecke. Bester Torschütze bei den Gastgebern war Jan-Uwe Behrends mit acht Treffern, davon vier Siebenmeter. Bei den Gästen zeigte sich Marvin Pfeiffer mit ebenfalls acht Toren am treffsichersten.

Quelle NWZ: FRIEDHEL MMÜLLER-DÜRING: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport