Überragender Spieler der Gastgeber war Jan-Uwe Behrends. Der Rechtsaußen erzielte vor 395 Zuschauern in Altjührden 13 Treffer.

 

Dem direkten Wiederaufstieg in die Dritte Liga einen weiteren Schritt näher gekommen sind die Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden. Am Samstagabend besiegte der Tabellenführer vor 395 Zuschauern in der Manfred-Schmidt Sporthalle in Altjührden den SV Beckdorf mit 28:23 Toren. Überragender Spieler der Vareler war wieder einmal Jan Uwe Behrends. Der Routinier war von der Beckdorfer Abwehr nicht zu stoppen und erzielte 13 Tore. Gleichzeitig patzte mit dem VfL Edewecht ein Mitkonkurrent um den Titel.Die Ammerländer unterlagen in eigener Halle demTV Bissendorf-Holte mit 25:30. Von Beginn an war es das erwartet schwere Spiel für die SG VTB/Altjührden. Drittliga Absteiger SV Beckdorf, gespickt mit einigen gewieften Routiniers, hielt von Beginn an mit. Die Gastgeber führten zwar vom Start weg, doch richtig absetzen konnte man sich nie. Zum einen lag es daran, dass in Helge Janßen der Vareler Abwehrchef frühzeitig zwei Zeitstrafen (7., 10.) des sehr jungen und noch unerfahrenen Schiedsrichter Duos Alexander Ditz und Lennart Drop aus Osnabrück kassiert hatte. Zum anderen war es bei den Gastgebern mit der Wurfquote nicht zum Besten bestellt. Das Team um Spielertrainer Ivo Warnecke erspielte sich mit einem klugen Angriffsspiel viele Torchancen. Im Abschluss haperte es dann aber des Öfteren. So konnten die Beckdorfer einen Fünf-Tore-Führung (10:5) der Gastgeber nach 20 Minuten bis zumPausenpfiff auf zwei Tore verkürzen (11:13). Bester Spieler der Gäste in Durchgang eins war Kreisläufer Markus Bowe, der kaum zu halten war und auch von der Siebenmeterlinie (4/4) glänzte. Sechs seiner insgesamt neun Tore erzielte der Routinier in den ersten 30 Minuten.

In Durchgang eins war es auf SG-Seite Jan-Uwe Behrends, der von Beginn an sofort präsent war und den Gastgebern mit zwei Toren zum 15:11 wieder eine komfortable Führung bescherte. Als dann Beckdorfs Spielgestalter Finn Nowacki früh die dritte Zeitstrafe kassierte und mit Rot vom Feld musste (38.),
Äußerst treffsicher agierte SG-Routinier Jan-Uwe Behrends, der gegen Beckdorf 13 Tore erzielte.
schien die Partie gelaufen.

Doch weit gefehlt. In Unterzahl verkürzte die Mannschaft von SVB-Trainer Steffen Aevermann zum 15:16 (39.). Mit einem Zwischenspurt verschaffte sich das Warnecke-Team wieder einen Fünf-Tore-Vorsprung (22:17, 46.). Doch der Drops war immer noch nicht gelutscht, zumal die SG mit zwei Pfostenwürfen in Folge Pech hatte. Zudem behagte den Varelern nicht, dass Aevermann in der Schlussphase den Torwart herausnahm und einen siebten Feldspieler einwechselte. So brachte Jonathan Klein die Gäste in der 55. Minute noch einmal auf 23:24 heran. Martins Libergs, Jan-Uwe Behrends, Patryk Abram und Helge Janßen machten mit ihren Toren den 28:23-Heimsieg anschließend aber perfekt.

„Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Die Rote Karte für Nowacki hat uns in die Karten gespielt. Trotz allem bin ich mit unserem Spiel zufrieden, auch wenn die Torquote nicht so wie erhofft war. Aber wir konnten uns auf Jan-Uwe Behrends verlassen. Ich weiß nicht, woher er das nimmt“, freute sich Warnecke über den 15. Saisonsieg.

„Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Das wird bestraft und macht in einem so knappen Spiel den Unterschied aus. Die Option mit dem siebten Feldspieler, die wir schon die ganze Saison ziehen, hatte in diesem Spiel eine gute Quote. Die Niederlage ist aber verdient. Ein, zwei Tore weniger wäre netter gewesen“, resümierte SVB Trainer Aevermann.

Quelle NWZ: FRIEDHELMMÜLLER-DÜRING: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport