Trotz bereits zweier Warnschüsse vor den Bug im neuen Jahr befinden sich die Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden weiterhin auf Titelkurs.Denn auch die ärgsten Konkurrenten an der Tabellenspitze schwächelten. Um allerdings im vierten Spiel in 2018 nun auswärts kein Schiffbruch zu erleiden, bedarf es bei den ambitionierten Varelern einer deutlichen Leistungssteigerung und schnellen Rückkehr zu gewohnter Stärke. Grund: Ganz anders als die SG hat der Derbyrivale TV Cloppenburg den Schwung aus dem Vorjahr mitgenommen und sich inzwischen vier Siege in Folge erarbeitet. Somit wird das Team von TVC Coach Axy Akacsos an diesem Samstagabend um 19.30 Uhr in der heimischen Sporthalle an der Schulstraße in Cloppenburg mit breiter Brust auflaufen und sich zudem  mit aller Macht für die 20:25-Pleite im Hinspiel in Altjührden revanchieren wollen. „Cloppenburg hate inen guten Lauf und zuletzt in Beckdorf souverän gewonnen“, ist SG-Coach Ivo Warnecke die aktuelle Formstärke der Cloppenburger, die in Torhüter Nils Buschmann sowie den Rückraumspielern Mark Schulat und Christian Schmidt weitere Ex-Vareler in ihren Reihen haben, natürlich nicht verborgen geblieben. Und der Vareler Spielertrainer nennt auch gleich zwei Hauptgründe dafür. „Die Abwehr spielt eine starke 6:0-Deckung mit großen Leuten im Mittelblock, und im Angriffspielt der gesamte Rückraum sehr gut mit dem cleveren Kreisläufer zusammen“, erklärt Warnecke: „Das wird eine Riesen-Aufgabe für uns,aber wir fahren mit Selbstvertrauen nach Cloppenburg und werden dort alles in die Waagschale werfen.“ Genau das wird im Oldenburger Münsterland auch dringend von nöten sein, um den aktuell recht komfortabeln Vorsprung an der Tabellenspitze vor Barnstorf/Diepholz und Edewecht nicht schrumpfen zu lassen. Doch befinden sich die Vareler nach dem sie das Sportjahr 2017 mit drei auch spielerisch sehr überzeugenden Kantersiegen abgeschlossen hatten nach der kurzen Winterpause noch auf der Suche nach der alten Form. So folgte auf den holprigen 27:22-Auftakterfolg in Elsfleth ein mühsamer 28:26-Arbeitssieg gegen Achim/Baden und zuletzt gar ein ein äußerst glücklicher Punktgewinn gegen Aufsteiger Rotenburg  (24:24), der nur dank einer furiosen Aufholjagd nach Acht Tore-Rückstand noch in letzter Sekunde zustande gekommen war. „Wir haben zurzeit in vielen Bereichen noch Luft nach oben und unter der Woche im Training versucht, an den richtigen Stellschrauben zu drehen“, erläutert Co-Trainer Ralf Koring: „Die Abwehr ist soweit in Ordnung,aber im Angriff,wo zurzeit die Abläufe leider nicht so richtig stimmen, muss jetzt ein bisschen mehr kommen.“

Quelle NWZ: HENNING BUSCH: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport