Den dritten Sieg in Serie hatten sich die Vareler hart erkämpfen müssen. Erneut legten sie die Grundlage für den Erfolg in der Defensive.

Drittes Spiel, dritter Sieg – der Bilderbuchstart in die neue Oberliga-Saison ist perfekt. Am frühen Sonntagabend setzten sich die Handballer der SG VTB/ Altjührden in einem umkämpften Duell auf Augenhöhe knapp mit 28:26 (13:13) beim TV Bissendorf-Holte durch. Sie fügten den Gastgebern, die sich bis zum Schluss heftig wehrten, damit die erste Saison-Niederlage zu und kletterten in der noch wenig aussagekräftigen Tabelle auf den ersten Platz. „Natürlich bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und über weite Strecken auch mit der Leistung“, sagte SG-Spielertrainer Ivo Warnecke und nannte zwei Schlüssel zum Sieg: „Das gute Zusammenspiel unserer 6:0-Abwehr, die zudem viele Bälle geblockt hat, mit den Torhütern sowie die im Angriff mit unter gezeigte Geduld gegen die offensive 5:1-Abwehr des TV.“ Dennoch hatte sich nach nervösem Beginn eine ausgeglichene Partie entwickelt. Aufseiten der Gastgeber, die im Rückraum viel Wurfkraft und Dynamik entwickelten,kam vor der Pause Torjäger Christian Rußwinkel immer wieder erfolgreich zum Abschluss und erzielte fünf seiner sieben Treffer. Bei den Varelern war Oliver Staszewski der erfolgreichste Vollstrecker und kam letztlich auf 10/4Tore. Sehr treffsicher zeigte sich nach dem Seitenwechsel zu dem Routinier Jan-Uwe Behrends (7/2). Nach Wiederbeginn hatten sich die Vareler, bei denen wie schon zum Ende der ersten Hälfte zunächst der polnische Zugang Patryk Plaszczak zwischen den Pfosten stand, erstmals auf drei Treffer abgesetzt – 17:14 (36.) und 19:16 (40.). Doch ließen sich die Bissendorfer nicht abschütteln und glichen in Überzahl beim 19:19 wieder aus (44.). Es folgte der nächste Zwischenspurt der Friesen zum 22:19 (50.), auch weil der wieder eingewechselte Levin Stasch gleich zwei Würfe der Bissendorfer entschärfte. Letztere kamen nochmals auf einen Treffer heran (21:22/ 51.), nur um gleich darauf aber wieder mit 21:25 (56.) in Rückstand zu geraten. Diesen Vorsprung ließen sich die Vareler trotz der Roten Karte gegen Fabian Hartwich (54./ dritte Zeitstrafe) nicht mehr nehmen. „Leider haben wir wie schon gegen Cloppenburg gegen Ende, als der Druck schon ein bisschen heraus war, in der Konzentration nachgelassen“, bedauerte Warnecke: „Sonst wäre der Sieg klarer ausgefallen.“ Trotz der Tabellenführung werde sein Team sich nicht verrückt machen lassen: „Wir halten den Ball weiter schön flach und schauen, was wir besser machen können.“

Quelle NWZ: Henning Busch : www.nwzonline.de/friesland/lokalsport