Die Gäste aus dem Landkreis Rotenburg überrumpelten zuletzt Drittliga-Absteiger Beckdorf. Der Anwurf in der Manfred-Schmidt-Sporthalle erfolgt um 19.30 Uhr.

Die prächtige drittligareife Atmosphäre beim 25:20-Derbysieg gegen den TV Cloppenburg vor zwei Wochen hat bei den Oberliga-Handballern der SG VTB/Altjührden Lust auf mehr gemacht. In der optisch im Vergleich zu den Vorjahren durch frischen Farbanstrich und andere Details deutlich freundlicher gestalteten Manfred-Schmidt-Sporthalle wollen die Akteure um Spielertrainer Ivo Warnecke an diesem Samstagabend ab 19.30 Uhr nun nachlegen. „Schon beim ersten Heimspiel war die Stimmung super“, blickt Mannschaftskapitän und Abwehrchef Helge Janßen zurück. Er hofft nun gegen den TSV Bremervörde auf eine ähnlich gut gefüllte Halle und lautstarke Unterstützung von den Rängen. Während die Vareler durch den 28:26-Erfolg beim TV Bissendorf-Holte den dritten Sieg im dritten Spiel perfekt gemacht haben, überraschten die Bremervörder mit einem nicht unverdienten 32:28Heimerfolg gegen den SV Beckdorf und tankten reichlich Selbstvertrauen für das nun folgende nächste Duell mit einem Drittliga-Absteiger. „Gerade über die Mitte entwickeln die Gäste im Angriff viel Druck“, weiß Warnecke nach dem Videostudium des Sieges der Gäste aus dem Landkreis Rotenburg gegen Beckdorf. Insbesondere den erfahrenen Adnan Salkic auf Rückraum Mitte gilt es für die Vareler, in den Griff zu bekommen. Er ist nicht nur tor
gefährlich wie sein Nebenmann Lars vom Kamp und Last-Minute-Zugang Felix Weber, der vom Drittliga-Aufsteiger HG Hamburg-Barmbek zu seinem Heimatverein zurückkehrte, sondern hat auch ein gutes Auge für den stämmigen Kreisläufer der Bremervörder. „Da müssen wir im Abwehr-Mittelblock auf der Hut sein“, forderte Warnecke und nannte damit zugleich einen Schwerpunkt des Trainings unter der Woche, um Martins Libergs, der am Samstag wohl zum zweiten Mal in dieser Saison das SG-Trikot überstreifen und in der Deckung an die Seite von Helge Janßen rücken wird, mehr Bindung zu den Nebenleuten zu verschaffen. Auf der Gegenseite müssen sich die Vareler im Angriff auf eine nicht minder knackige 6:0-Abwehr bei den Gästen einstellen. Nach dem Sieg gegen Beckdorf lobte TSVCoach Thomas Koch eine „um Welten bessere Abwehr als in den ersten beiden Spielen“ und sah darin den Schlüssel zur Überraschung. Einen weiteren Coup der Bremervörder wollen die Vareler an diesem Samstag unbedingt verhindern, um ihrerseits mit dem vierten Sieg im vierten Spiel möglichst die Tabellenführung auszubauen.

Quelle NWZ: Henning Busch : www.nwzonline.de/friesland/lokalsport