Bis halb fünf am frühen Sonntagmorgen haben die Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden nach ihrem vorzeitigen Meisterstück am Samstagabend gegen die SG Bremen/Hastedt (33:29) – die NWZ berichtete – die Rückkehr in die Drittklassigkeit gefeiert. Derweil streiften Fans des frischgebackenen Meisters in einer Nacht- und Nebel-Aktion einem der Badenden auf dem Vareler Kaffeehauskreisel ein blaues Meister-T-Shirt über und spannten auf der anderen Seite über die Welle weithin sichtbar ein weißes Spruchband mit der Aufschrift „Wieder zurück! Aufstieg 3. Liga – SG VTB/Altjührden“. Während die Spuren dieser Aktion im Laufe des Montags wieder von der Installation des Schrottkünstlers Diedel Klöver entfernt wurden, hallte ein gelungener Überraschungscoup der SG Verantwortlichen beim Meisterteam um Spielertrainer Ivo Warnecke noch nach. So hatten bereits am Samstag kurz nach demSchlusspfiff in der pickepacke vollen Manfred Schmidt-Sporthalle, als sich die Spieler noch jubelnd in den Armen lagen, Grußbotschaften zahlreicher „alter“ SG-Haudegen aus erfolgreichen Zweit- und Drittligazeiten zum Titelcoup via Videoleinwand für Begeisterung gesorgt–auch bei vielen der knapp 700 Fans. Schließlich zählten zu den Gratulanten alte Publikumslieblinge wie JanMolsen,Uwe Kalski, Vaidas Dilkas, Niels Bötel, Marek Mikeci, Christoph Dannigkeit, Sascha Vorontsov, Thore Linda, Henning Padeken, Lukas Kalafut, Janik Köhler, Evgeny Vorontsov, AxiA kascos, Dennis Marinkovic, Frank Rosenthal, Günter Grafelmann oder Jan-Philip Willgerodt, der „Nie mehr Oberliga,niemehr,niemehr!“skandierte. Ein Raunen ging durch die Halle, als Handball-Weltmeister Jogi Bitter zu den Anwesenden an seiner alten Wirkungsstätte sprach. „Jungs, ich bin sehr, sehr stolz auf euch und gratuliere zum Aufstieg“, erklärte der aktuelle Bundesliga-Torhüter des TVB Stuttgart und legte nach: „Ich hoffe, dass ich meine Karriere da beenden kann, wo sie einst begonnen hat–in Altjührden in der Zweiten Liga!“ So weit ist es allerdings natürlich noch längst nicht.Vielmehr ist die Führungsriege der SG VTB/Altjührden um Piet Ligthart bereits seit Wochen und Monaten dabei, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen,damit ein personell verstärkte Mannschaft im Jahr eins nach demW iederaufstieg die Dritte Liga am Ende auch halten kann. „Der Aufstieg ist ein echtes Zeichen für die Region. Der Plan war ja, mittelfristig in drei Jahren wieder in die Dritte Liga zu kommen. Dass es jetztschon geklappt hat, ist sportlich eine Überraschung“, betonte Torsten Feickert, SG Sportmanager Marketing: „Derweil sind wir fleißig dabei, weiter die passenden Strukturen im Umfeld zu legen und wollen den Weg motiviert mitgehen.“ Feickert lobte die bisherige Arbeit des SG-Kompetenzteams: „Hut ab für das, was schon vor meinem Dazustoßen am 1. Januar 2018 gemacht wurde. Das hatte für die Vierte Liga schon eine hohe Professionalität. Die wirtschaftliche Lage ist gut. Und ich erlebe eine positive Stimmung bei den Sponsoren.“

Quelle NWZ: HENNINGBUSCH: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport