Hauptsache gewonnen: So richtig freuen konnten sich die Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden nach ihrem schwer erkämpften 24:21-Heimsieg gegen HV Grün-Weiß Werder nicht. Die Leistung des Teams von SG-Trainer Andrzej Staszewski genügte vor 375 Zuschauern in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden vor allem in der Offensive oftmals nicht den Anforderungen dieser Liga.

„Im Angriff hatten wir große Schwierigkeiten. Wir haben teilweise viel zu früh abgeschlossen. Damit bin ich überhaupt nicht zufrieden“, ärgerte sich Staszewski nach dem zweiten Heimsieg in Folge.

Gegenüber dem grandiosen 22:19-Sieg vor zwei Wochen gegen den hoch gehandelten Oranienburger HC waren die Vareler kaum wiederzuerkennen. Von Beginn an fehlten die Körperspannung und die nötige Durchschlagskraft. Selbst die beiden erfahrenen Routiniers Marek Mikeci und Martins Libergs kamen nur schwer in Fahrt.

Die nicht gerade groß gewachsenen Gäste aus Brandenburg machten es den Gastgebern mit ihrer wuseligen Abwehr-Arbeit aber auch nicht gerade leicht. In den ersten 30 Spielminuten konnte sich kein Team einen entscheidenden Vorteil erspielen. In der 24. Minute keimte zwar bei der SG Hoffnung auf, als Mikeci mit dem 10:7 erstmals eine Drei-Tore-Führung herauswarf, doch bis zur Pause kam der Liganeuling von der Havel wieder auf 11:12 heran.

Auch im zweiten Spielabschnitt wurde die Partie nicht unbedingt besser. Die Werderaner aus der Nähe von Potsdam, die im rechten Rückraum ohne einen etatmäßigen Linkshänder auskommen mussten, blieben den Gastgebern immer auf den Fersen. Mitte dieses Durchgangs hatte sich das Staszewski-Team mit Einzelaktionen wieder eine Drei-Tore-Führung zum 18:15 erkämpft.

Anstatt diesen Vorsprung jetzt stetig auszubauen, schwächelten die Vareler – und Werder glich in der 54. Minute zum Schrecken der heimischen Fans zum 20:20 aus. Zu diesem Zeitpunkt stand die Partie auf des Messers Schneide.

Bei der anschließenden Auszeit fand Staszewski dann die richtigen Worte. Zwar verwarf Mikeci im direkten Anschluss daran einen Siebenmeter, doch der slowakische Nationalspieler bügelte sein Missgeschick umgehend mit zwei Toren in Folge zur 22:20-Führung aus. Mit dem Druck des erneuten Rückstands kamen die Gäste anschließend nicht klar. Zunächst erhöhte Libergs auf 23:20, ehe Oliver Staszewski den Gästen nach dem erneuten Anwurf den Ball stibitzte und ungehindert anderthalb Minuten vor dem Abpfiff mit dem 24:20 für die endgültige Entscheidung sorgte.

„Trotz der Niederlage fahre ich nicht ganz unzufrieden nach Hause. Unsere heutige Leistung lässt mich für die nächsten Spiele hoffen“, resümierte Werder-Trainer Silvio Krause. „Werder hat gut gespielt. Das waren zwei schwer erkämpfte Punkte“, sagte Staszewski. Beste Torschützen waren bei den Gastgebern Mikeci mit 8/1 und Oliver Staszewski mit sechs Treffern sowie bei den Gästen Robin Huntz (5/3).

Quelle: Friedhelm Müller-Düring – www.nwzonline.de/friesland/lokalsport