Nur noch ein einziger Punkt fehlt den Oberliga-Handballern der SG VTB/ Altjührden zum Titelgewinn und direkten Wiederaufstieg in die Dritte Liga. Während der Spitzenreiter am Samstagabend dank eines starken Auftritts beim abstiegsgefährdeten TV Neerstedt auch in der Höhe verdient mit 29:20 (14:9) gewann und das Punktekonto auf 36:8 Zähler schraubte, hatte sich am Freitagabend bereits Verfolger HSG Barnstorf/Diepholz (28:16) überraschend gegen Bremervörde den nächsten Ausrutscher erlaubt und mit 22:23 verloren.

Meistersause im Blick

Somit reicht den Varelern, die sieben Punkte Vorsprung vor den zweitplatzierten Edewechtern (29:15) haben, am kommenden Sonnabend ab 19.30 Uhr in der ManfredSchmidt-Sporthalle schon ein Punktgegen die SG Bremen/ Hastedt, um bereits am viertletzten Spieltag vor heimischer Kulisse die Meistersause perfekt zu machen. „Das ist jetzt unser großes Ziel, denn was gibt es für eine Mannschaft Schöneres, als zu Hause die Meisterschaftperfekt zu machen und zu feiern“,betonte Warnecke.Dazu müsse es dem SG-Team aber zunächst unbedingt gelingen, das Drumherum auszublenden und die volle Konzentration auf das Heimspiel zu richten. „Wenn wir allerdings nocheinmal solch eine Leistung wie gegen Neerstedt wiederholen können, dann bin ich optimistisch.“ In der Tat hatten sich die Vareler am Samstagabend im Landkreis Oldenburg – lautstark angefeuert von vielen mitgefahrenen Fans – trotz der vierwöchigen Spielpause und des dadurch fehlenden Rhythmus wie aus einem Guss präsentiert. Zwar gingen die Neerstedter, die als Tabellenneunter nur zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone haben, mit 2:0 in Front (3. Minute). Danach jedoch übernahmen die SG-Handballer das Zepter–allen voran Oliver Staszewski. Der Rückraum-Linke sprühte im Angriff nur so vor Elan, sorgte mit fünf Treffern in Folge für das 5:5 (13.) und kam am Ende als bester Torschütze auf zwölf Treffer (darunter vier Siebenmeter). „Nach einer längeren Durststrecke in der Rückrunde, in der er nicht so ins Spiel kam, hat Olli erstmals wieder so stark fungiert und so viel Torgefahr ausgestrahlt, wie er es in der Hinrunde bereits getan hat“, lobte Warnecke seinen Torjäger. Als zweiter Mann des Tages ragte aus einem starken SG-Kollektiv Levin Stasch heraus, der wie schon im Hinspiel das Torhüter-Duell gegen den ehemaligen Vareler auf TVN-Seite, Hendrik Legler, erneut deutlich für sich entscheiden konnte. „Levin hat sehr gut mit unserer Abwehr harmoniert und vor allem bei Würfen von Außen ganz stark gehalten“, lobte Warnecke seinen Schlussmann.

Starker Mittelblock

In der SG-Abwehr leisteten im Mittelblock Kapitän Helge Janßen und Youngster Lasse Thünemann ganze Arbeit, da Fabian Hartwich wegen eines Muskelfaserrisses pausieren musste und Routinier Martins Libergs ebenso aus beruflichen Gründen fehlte wie Rechtsaußen Jan-Uwe Behrends. Derweils pielte den Friesen in die Karten, dass Neerstedts gefährlichster Werfer, Eike Kolpack, wegen einer Schulter-OP fehlte. Weil die Gäste sich im Angriff nur sieben Fehlwürfe und drei technische Fehler leisteten sowie in der Abwehr nur neun Gegentreffer zuließen, lagen sie schon zur Halbzeitpause mit fünf Treffern vorn. Auch nach dem Seitenwechsel hielten die SG-Spieler Tempo und Konzentration hoch. So setzten sie sich über 17:10 (34.)  und 23:13 (45.) auf  27:14  (53.)  ab.

Quelle NWZ: HENNINGBUSCH: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport