Nicht einmal ein Jahr nach der wohl bittersten Stunde in der Geschichte der Altjührdener Handballer mit dem Absturzin die Viertklassigkeit durfte sich das neuformierte Team am Samstagabend völlig verdient von rund  700 begeisterten Fans feiern lassen. Denn der bereits am viertletzten Spieltag perfekt gemachte direkte Wiederaufstieg in die Dritte Liga war nach dem kompletten Neuanfang vor der Saison alles andere als erwartbar. Hauptschlüssel zum vorzeitigenTitelcoup war eine bärenstarke 6:0-Abwehr.Die beste derLiga – und damit gewinnt man bekanntlich Meisterschaften. Im erfolgreichen Titelrennen haben aber nicht nur die Mannen um Spielertrainer Ivo Warnecke ganze Arbeit geleistet, sondern abseits des Spielfeldes auch das mit dem Umbruch neugebildete Kompetenzteam um Geschäftsführer Piet Ligthart und Sportleiter Andre Seefeldt. Angefangen vom deutlich freundlicher gestalteten Ambiente in der Manfred Schmidt-Sporthalle über das im Vergleich zu den Vorjahren klar verbesserte Verhältnis zur hiesigen Nachwuchsschmiede, der JHSG Varel, sowie zu Sponsoren bis hin zum–trotz der niedrigeren Spielklasse erhöhten Zuschauerschnitt. Kritikern, denen die binnen drei Jahren geplante Rückkehr in die Drittklassigkeit nun etwas zu schnell geht, sei gesagt: Sie war alternativlos. Denn in der neuen Oberliga-Saison steigt der Meister nicht mehr direkt auf, sondern muss in die Relegation. Zudem rüsten aktuell gleich drei, vier Teams auf und streben mit aller Macht in die höhere Spielklasse. Natürlich steht die SG nun vor einer ganz großen Herausforderung, um nicht das Schicksal anderer Teams zu teilen, die sich ob des deutlichen Leistungsunterschiedes zwischen Oberliga und Dritter Liga sowie knapper Kassen zu einer Fahrstuhlmannschaft entwickelt haben. Den mächtig engagierten Verantwortlichen der SG VTB/Altjührden ist aber allemal erneut ein glückliches Händchen zuzutrauen auf und neben der Spielfläche.

Quelle NWZ: HENNINGBUSCH: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport