Unterschiedlicher könnte die Ausgangs und Gefühlslage am vorletzten Spieltag der Handball Oberliga kaum sein: Während die SG VTB/Altjührden als vorzeitiger Meister nach den ausgelassenen Aufstiegsfeierlichkeiten völlig befreiti n ihr letztes Heimspiel gehen kann, stehen die Akteure des Elsflether TB unmittelbar vor dem Abgrundund kämpfen an diesem Samstagabend vielleicht schon um ihre allerletzte Chance im Kampfumd en Klassenerhalt. Der Anwurf erfolgt um 19.30 Uhr. Rein optisch dürften die Gäste aus der Wesermarsch, die als Tabellenvorletzter zum Siegen verdammt sind, dabei schon vor dem Anpfiff ihr „blaues Wunder“erleben für den Fall, dass genügend Anhänger der Vareler Handballer dem Aufrufd es SG-Kompetenzteams um Piet Ligthart und Andre Seefeldt Folge leisten.„Wir wollen die Manfred-Schmidt Sporthalle zum Abschluss zur blauen Festung machen“, heißte s: „Unterstützt den Meister, indem ihr blau gekleidet in die Halle kommt. Macht die Tribüne zu unserer blauen Wand.“ Auch deshalb sieht SG Spielerlertrainer Ivo Warnecke keine Motivationsprobleme bei seinem Team: „Wir wollen das Spiel unbedingt erfolgreich gestalten, um uns anständig von unseren Zuschauern und Fans zu verabschieden.“ In jedem Fall soll nach dem Abpfiff und der offiziellen Meisterehrung durch den Handballverband Niedersachsen (HVN) noch einmal ordentlich gemeinsam der direkte Wiederaufstieg in die dritte Liga gefeiert werden. Kurz vor dem Anwurf dürfte allerdings auch ein Hauch von Wehmut durch die Pfeilerhalle wehen. Schließlich werden dann die Spieler verabschiedet, die den Verein verlassen.Dabei dürfte es sich neben den Routiniers Martins Libergs (38) und Jochen Toepler (39) sowie Kreisläufer Fabian Hartwich (23) wahrscheinlich auch um Oliver Staszewski (25) handeln. Der erneut treffsicherste SG-Torjäger und jahrelange Leistungsträger hatte vor Saisonbeginn gegenüber den Vareler Verantwortlichen mit offenen Karten gespielt und wird nach demAbschluss seines Maschinenbau Studiums aus beruflichen Gründen nun wohl seine Zelte in Altjührden abbrechen. „Wenn Olli geht, wäre das nicht nur sportlich, sondern auch menschlichein Riesenverlust“,sagt SG-Keeper Levin Stasch. Derweil wird Staszewski vor allem mit dem OHV Aurich in Verbindung gebracht, der zwei Spieltage vor dem Saisonende allerdings noch um den Klassenerhalt in der dritten Liga bangt.

Quelle NWZ: HENNING BUSCH: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport