Frederik Stahmer, Geschäftsführer von „allesgeben Eventservices“ aus Varel, soll mit seinem Team die finanzielle Lage beim Handball-Drittligisten SG VTB/Altjührden zukünftig entscheidend verbessern. Die HSG Varel-Friesland UG, wirtschaftlicher Träger der SG VTB/Altjührden, schloss mit dem 26-Jährigen jetzt einen Einjahresvertrag. Beginn seiner Tätigkeit ist am 1. März.

„Wir brauchen dringend einen größeren Etat, um eine leistungsstarke Mannschaft auf die Beine zu stellen. Dafür ist Frederik Stahmer jetzt unser Mann“, betonte Lothar Brecht, UG-Gesellschafter, der zusammen mit dem sich zum Saisonende zurückziehenden UG-Geschäftsführer Enno Ulffers den Vertrag aushandelte. „Ich bin guter Dinge, dass es weiter vorangeht. Sponsoren wollen auch Leistung sehen“, sagte Brecht am späten Sonntagnachmittag bei der Präsentation von Stahmer im Upstalsboom Landhotel Friesland in Obenstrohe.

In sechs Wochen soll in Kooperation mit der UG das erste Konzept stehen, mit dem Stahmer und sein Team auf Sponsorensuche gehen will. „Handball in Varel soll wieder zu einem Event werden. Wir wollen Sponsorenevents und die Fankultur wieder zu dem machen, was sie vor zehn Jahren waren. Die Zuschauerzahlen sind seit Jahren rückläufig. Das wollen wir wieder ändern“, sagt Stahmer.

Die Palette, die Stahmer bearbeiten will, ist lang. So stehen unter anderem Verträge, Sponsoren, Hallenbanner und Hallenboden, Website, Trikots, Audio-Werbung, Hallenheft und das Gastro-Angebot auf der Liste des ehemaligen Fan-Club-Vorsitzenden des langjährigen Zweitligisten HSG Varel. „Wir wollen für kleine und große Sponsoren da sein. Sie sollen für ihr Geld etwas zurückbekommen“, verspricht Stahmer und stellt sich ein nicht ortsgebundenes Sponsoren-Konzept vor, bei dem ein Top-Sponsor oben in der Pyramide steht.

„Die Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden ist bestens dazu geeignet, Werbung zu schalten. Im Gegensatz zur SG VTB spielen viele andere Teams nur in Schulsportturnhallen“, sagt Stahmer. „Wir wollen den Sponsoren zudem ein sportliches Konzept vorlegen, das es bisher so nicht gab“, sagt Brecht.

Als Teamverantwortlicher des Drittligisten stellte Brecht noch einmal klar, dass man natürlich – vorausgesetzt der Klassenerhalt klappt – für die Dritte Liga melden werde. Er selbst werde sich nach fünfjähriger Tätigkeit bis zum Jahresende Schritt für Schritt von seiner beruflichen Arbeit aus Schwerin zurückziehen. Dann habe er bei einem stehenden Konzept wieder mehr Zeit für den Handball, erklärte Brecht.

Quelle NWZ: Friedhelm Müller-Düring www.nwzonline.de/friesland/lokalsport