Nach dem 28:24-Coup der Drittliga Handballer der SG VTB/Altjührden im Derby beim OHV Aurich standen Spieler beider Teams Rede und Antwort:

Björn Bröckerhoff ( SG Torwart): Ich bin hier anfangs schon mit gemischten Gefühlen aufgelaufen, weil ich beim OHV am Ende der vergangenen Saison im Guten gegangen bin. Aber natürlich habe ich jetzt auch für meinen aktuellen Verein alles gegeben. Klar, freue ich mich, dass es dann in der zweiten Hälfte so gut gelaufen ist. Unsere Devise war, zur Halbzeitpause vom Ergebnis her noch an Aurich dran zu sein – das hat geklappt. Danach hat der OHV dann sehr viele freie Würfe liegen lassen. Dieser Sieg gibt uns nach der Enttäuschung im Spiel gegen Schwerin jetzt allen einen riesigen Motivationsschub. Nun wollen wir uns auch zu Hause mit unseren Zuschauern im Rücken von der besseren Seite zeigen.

Torben Lemke (OHV-Spieler): Weil die Vareler in Kevin Wendlandt unseren Nummer eins-Shooter weitest gehend aus dem Spiel genommen haben, lastete viel Druck auf meinen Schultern; zumal es auch gegen meinen Ex-Club ging. Unterm Strich bin ich mit meiner Leistung mittelmäßig zufrieden. Insgesamt haben wir viel zu viele freie Würfe nicht getroffen – und das ist gegen unseren Ex-Torwart Björn Bröckerhoff besonders bitter, auch wenn er unsere Wurfbilder natürlich ganz genau kennt. Die Vareler haben mit ihrem limitierten Kader gegen uns heute das Maximum  herausgeholt. Hut ab! Sie haben intelligent das Tempo heraus genommen ,um für ihre Hauptangreifer Marek Mikeci und Oliver Staszewski die Kräfte zu schonen.

Oliver Staszewski (SGSpieler): Alle haben super gekämpft und sich in der Abwehr voll reingehauen. Und Björn Bröckerhoff war nach der Pause natürlich ein unglaublich starker Rückhalt. Auch Etrit Xhafolli ist zu loben, wie er sich vorn immer wieder gegenkörperlich überlegene Gegenspieler reingehauen hat. Unser Matchplan war es, das Tempo aus der Partie zu nehmen und die Fehlerquote gering zu halten, um die gefährliche zweite Welle der Auricher zu vermeiden. Das hat super geklappt.

Helge Janßen (SG-Kapitän): Insgeheim haben wir durchaus darauf gehofft, aus dem Derby etwas mitzunehmen – gerechnet damit aber natürlich nicht. Das war gegenüber den vorherigen Spielen eine deutliche Leistungssteigerung von allen Spielern. Wir haben vorn endlich mal ohne größere Fehler gespielt und hatten hinten in Björn Bröckerhoff einen überragenden Rückhalt. Auch Etrit Xhafolli hat seine Sache als 18-Jähriger im Angriff  klasse gemacht. Unterm Strich war es eine geschlossene Teamleistung.

Marek Mikeci ( SG-Spieler): Es war sehr anstrengend für uns alle, aber es hat sich gelohnt. Diese Punkte, noch dazu auswärts im Derby geholt, sind wirklich sehr wichtig für uns. Jeder hat im Angriff diszipliniert  agiert und in der Abwehr alles gegeben. Zudem hat Björn Bröckerhoff  klasse gehalten. Dieses Spiel muss uns für die nachfolgenden schweren Aufgaben als Beispiel dienen.

Quelle: Henning Busch – www..nwzonline.de/friesland/lokalsport