Showdown in der sicherlich bestens besuchten Manfred-Schmidt-Sporthalle: Nicht nur jede Menge Prestige steht auf dem Spiel, wenn die Handballer des Oberliga-Tabellenführers SG VTB/Altjührden an diesem Samstagabend um 19.30 Uhr den alten Zweit und Drittliga-Rivalen sowie aktuellen Verfolger VfL Edewecht zum Spitzenspiel vor heimischer Kulisse bitten. Denn während die Verantwortlichen des Tabellendritten aus demAmmerland bereits früh in dieser Saison signalisiert haben, wegen des finanziellen Wagnisses auf einen möglichen Aufstieg in die Dritte Liga verzichten zu wollen, streben die Friesländer den direkten Wiederaufstieg an. Dazu bedarf es bei den Varelern allerdings einer gehörigen Leistungssteigerung im Angriff gegenüber den bislang in der Rückrunde gezeigten, meist mauen Auftritten, die zuletzt sogar in eine 26:28 Auswärtspleite bei der abstiegsgefährdeten HSG Schwanewede/Neuenkirchen sowie in ein glückliches 24:24 Remis beim abgeschlagenen Schlusslicht ATSV Habenhausen II mündeten. Zudem haben die SG-Spieler noch eine sportliche Rechnung aus dem Hinspiel in Edewecht offen, das sie Anfang November 2017 verdient mit 24:27 (9:12) verloren hatten. „Damals im Ammerland haben wir einen rabenschwarzen Tag erwischt“, erinnert sich SG-Spielertrainer Ivo Warnecke an das Hinspiel, als die Altjührdener sich zunächst den Schneid hatten abkaufen lassen und erst in der letztenViertelstunde nach
einem 14:22-Rückstand den Kampf wirklich annahmen. Doch die Aufholjagd kam am Ende zu spät: „Wir haben also noche ine Menge gutzumachen und wollen jetzt vor unseren heimischen Fans eine möglichst gute Leistung bringen.“ Dazu hofft Warnecke, dass sich möglichst viele der zuletzt verletzten, angeschlagenen oder an Grippe erkrankten SG-Spieler pünktlich zum Derby wieder fit zurückmelden.„So oder so wird das eine Riesenaufgabe für uns, denn wir müssen sehen, dass wir uns schnell wieder finden.Wir zeigen zurzeit leider nicht mehr das Gesicht der Hinrunde“, weiß der Spielertrainer um die Schwere der Aufgabe gegen die trotzder fehlenden Aufstiegsoption sicherlich auch im Rückspiel wieder hochmotivierten Gäste. Schließlich kehren diverse VfL-Spieler, die in früheren Jahren bereits für ein Vareler Team aufgelaufen sind, an ihre alte Wirkungsstätte zurück – darunter Renke Bitter, Thore Linda, Lasse Maaß, Kai Schildknecht, Lukas Brötje, Sven Ahlers oder Thio Remmers. Zusätzliche Pikanterie am Rande: In Christoph Deters sitzt bei den Ammerländern bis zum Saisonende noch ein erfolgreicher Sportlicher Leiter auf der Bank, der zur kommenden Saison aber wieder die Seiten wechselt. So kehrt Christoph Deters zum 1 . Juli 2018 zur SG VTB/ Altjührden zurück und wird dort deren Sportlichen Leiter Andre Seefeldt unterstützen. Der 36-Jährige Deters war zu Zweitliga-Zeiten der HSG Varel bereits in der Geschäftsführung der Vareler Handballer tätig.

Quelle NWZ: HENNINGBUSCH: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport