Trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt haben die Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden im Kampf um den Klassenerhalt in der Nord-Staffel einen extrem heißen Jahresbeginn vor der Brust. Grund: In den ersten drei Spielen in 2017 bekommen es die Friesen durch die Bank mit direkten Abstiegskonkurrenten zu tun. Bei aktuell gerade einmal drei mickrigen Punkten Vorsprung auf die gefährliche Zone wollen und müssen die Spieler um SG-Coach Andrzej Staszewski also nach der kurzen Winterpause sofort hellwach sein und durchstarten, um in den kommenden drei Wochen möglichst schon den Grundstein für eine weitere Saison in der dritthöchsten Spielklasse zu legen. Den Anfang des Reigens an Vier-Punkte-Spielen macht an diesem Sonnabend die Heim
partie gegen den SC Magdeburg II, gegen den die Vareler aus dem Hinspiel (29:33) noch eine bittere Rechnung offen haben. Der Anwurf des Rückspiels in der Manfred Schmidt-Sporthalle in Altjührden, in der die Hausherren in der letzten Begegnung des vergangenen Jahres vor 600 begeisterten Zuschauern einen furiosen 34:33-Sieg gegen den Titelaspiranten HSV Hamburg gefeiert haben, erfolgt um 19.30 Uhr. „Wir haben aus dem Hinspiel, als wir uns in Magdeburg leider viel zu viele Fehlwürfe und technische Fehler geleistet haben,noch was gutzumachen“, weiß natürlich auch S G-Trainer Staszewski: „Wenn es uns gelingt,die Fehlerquote radikal zu senken, an die enorm starken 60 Minuten gegen den HSV anzuknüpfen und erneut eine positive Ausstrahlung auf die Platte zu bringen, dann ist alles möglich.“ Doch auch der Bundesliga Unterbau des traditionsreichen SC Magdeburg, der unter Trainer und Jugendkoordinator Felix Eckert wohl die jüngste Mannschaft der Nord-Staffelstellt,benötigtim Abstiegskampf jeden Punkt. „Alle im Verein haben ein hohes Interesse daran, dass unsere Youngsters die Klasse erhalten“, betonte zu Jahresbeginn noch einmal SCM Bundesliga-Coach Bennet Wiegert. Gutmöglich daher, dass die Verantwortlichen die Zweite in der aktuellen WM Phase, in der im deutschen Handball-Oberhaus der Ball ruht, personell verstärken. „Darauf müssen wir uns einstellen“,erklärt Staszewski: „Aber unabhängig davon bekommen wir es mit bestens ausgebildeten jungen Spielern zu tun, die in der Offensive saustark im Tempohandball sowie im Eins-gegen Eins-Spiel sind.“Das bedeutet im Umkehrschluss: Das Rückzugsverhalten der Vareler muss am Samstagabend ebenso reibungslos funktionieren wie das Verschieben und Aushelfen der jeweiligen Nebenleute in der Defensive bei Durchbruchversuchen der Gästespieler. Umso wichtiger für die Hausherren, dass Abwehrchef Helge Janßen,der monatelang wegen Achillessehnenproblemen zum Zuschauen verdammt war, in der Winterpause wieder voll ins Training eingestiegen ist und vor seiner Rückkehr in den Kader steht. Zu dem ist Nachwuchstalent Etrit  Xhafolli gesund und topfit vom Qualifikationsturnier für die U-21-WM in Slowenien zurückgekehrt. Dort gehörte der 20-Jährige zum Nationalteam des Kosovo,kam auf viele Einsatzzeiten, konnte aber das Verpassen des WM-Tickets für die Kosovaren,die alle ihre Spiele verloren, nicht verhindern. „Es wäre toll, wenn wieder viele Zuschauer am Samstag den Weg nach Altjührden finden“, rührt Betreuer Hans Hieronymus abschließend die Werbetrommel in diesen für die SG so wichtigen Zeiten: „Man hat ja gegen den HSV gesehen, wie toll die Stimmung dann ist und wie das unsere Mannschaft beflügeln kann.Dank des Jugendkarten Sponsoring der Landessparkasse zu Oldenburg haben alle Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 15 Jahre wieder freien Eintritt.“

Quelle NWZ: Henning Busch  www.nwzonline.de/friesland/lokalsport