Auf Abstieg der SG folgt großer personeller Aderlass

Wenige Tage nach dem Abstieg in die Handball-Oberliga sind die Verantwortlichen der SG VTB/Altjührden damit angefangen, den durch den Absturz aus der Dritten Liga entstandenen Scherbenhaufen mühsam zusammenzufegen. Eine Herkulesaufgabe, denn einiges deutet auf einen kompletten Neuaufbau in Sachen Personal hin – sowohl beim Spielerkader als auch bei den Entscheidungsträgern in der Sportlichen Leitung.

Seit Wochenbeginn sind die internen Sondierungsgespräche in Sachen Führungspositionen in vollem Gange. Erst wenn definitive Weichenstellungen erfolgt sind, wollen sich die Verantwortlichen dazu öffentlich äußern. Fakt ist indes, die Anzahl der Spieler, die den Verein nach dieser so enttäuschend verlaufenen Saison verlassen werden, ist noch einmal gestiegen.

Seit dem Wochenende, das die bittere Gewissheit des Abstiegs durch den letzten Platz bei der Relegation in Volmetal brachte (die NWZ berichtete), standen die Abgänge von Jan Derk Janßen, Max Wiedenmann (beide studienbedingt) und Torwart Björn Bröckerhoff (berufsbedingt) bereits fest. Stand Dienstagabend stehen auch der junge kosovarische Nationalspieler Etrit Xhafolli (studienbedingt), Kevin Langer (sucht neue berufliche Herausforderung) und Kevin Straten (gesundheitliche Gründe) der SG nicht mehr zur Verfügung.

Als sicher gilt zudem, dass der slowakische Ex-Nationalspieler Marek Mikeci der SG VTB/Altjührden den Rücken kehren wird. Der absolute Leistungsträger und neben Oliver Staszewski beste Torschütze der Altjührdener in den vergangenen Spielzeiten seit 2012 wird dem Vernehmen nach unter anderem vom Derbyrivalen OHV Aurich heftig umworben, der in dieser Saison als Tabellensechster die Qualifikation für den DHB-Pokal geschafft hat. Mikecis Weggang ist ein herber Verlust und wäre ein Rückschlag für das von vielen Vareler Fans erhoffte, aber offiziell natürlich noch nicht ausgerufene Saisonziel „direkter Wiederaufstieg“.

Unterdessen wollen die Stammkräfte Helge Janßen, Oliver Staszewski, Martins Libergs, Levin Stasch sowie der seit Monaten an der Schulter verletzte Fabian Hartwich der SG die Treue halten und einen Neuanfang wagen. Das gilt auch für Torwarttrainer Andre Seefeldt. Einziger Zugang zur neuen Saison ist bislang Pascal Herrmann (Jahrgang 1998) vom Siebtligisten HSG Wilhelmshaven. Coach Andrzej Staszewski ließ seine Zukunft in der Manfred-Schmidt-Sporthalle angesichts der vielen ungeklärten Fragen bislang offen: „Ich habe noch einen Vertrag bis Juni – alles weitere werden wir sehen.“

Quelle NWZ: Henning Busch: www.nwzonline.de/friesland/lokalsport

Auf Abstieg der SG folgt großer personeller Aderlass