Die SG VTB/Altjührden hat ihre Heimpartie gegen die Ahlener SG mit 18:17 (Halbzeit 8:7) gewonnen. 548 Zuschauer in der Manfred-Schmidt-Sporthalle sehen eine Abwehrschlacht, in der Jannis Fauteck (7 Tore) beim Gast erfolgreichster Torschütze war; bei der SG traf Lukas Kalafut am besten (5/2).

Am Anfang gleicht das Spiel gegen die Gäste aus dem westfälischen Münsterland dem vorigen Heimspiel der Vareler. Erneut führten die Männer um das Trainerteam Ivo Warnecke/Ralf Koring zu Beginn mit 6:2 und zeigen dabei eine starke Leistung. Sechs verschiedene Torschützen zeigen die Variabilität im Vareler Spiel; gestützt auf eine stabile Deckung und einen gut haltenden Levin Stasch im Tor gelingt sogar das 7:2. Doch dann kommt Sand ins Getriebe des Vareler Angriffspiels, beste Gelegenheiten bleiben ungenutzt, was allerdings auch an dem starken Ahlener Torhüter Andreas Tesch liegt. Beim Stand von 7:4 greift Varels Spielertrainer Warnecke selbst ins Gesehen ein, kann ein weiteres Abschmelzen des Vorsprungs seiner Mannschaft aber nicht verhindern. Beim Stand von 8:7 werden die Seiten gewechselt.

Mit Anwurf in Überzahl starten die Vareler in Halbzeit zwei, doch schnell wird klar, dass sich die Misere im Angriff fortsetzt. Ein ums andere Mal scheitern die Vareler aus besten Positionen an sich oder an Torwart Tesch. Doch wie auch im ersten Abschnitt steht die Vareler Deckung, so dass die Gäste aus Ahlen nur begrenzt Profit aus der SG-Abschlussschwäche ziehen können. Zwischen der 37. und 57. Minute legen die Gäste um Trainer Sascha Bertow immer ein Tor vor, das die Vareler dann immer wieder ausgleichen. Selber wieder in Führung zu gehen gelingt den Varelern lange nicht, auch wenn diese mit Warnecke auf der Mittelposition und Andrè Seefeldt im Tor ihre ganze Erfahrung aufbieten. Obwohl das Torewerfen den Varelern so schwer fällt kämpft die ganze Mannschaft beherzt weiter und wird dafür belohnt: In der 59. Spielminute gelingt Lukas Kalafut mit dem 17:16 die erste Führung nach der 8:7-Pausenführung. 55 Sekunden vor dem Ende gleicht Mattes Rogowski für die Ahlener SG aus. Die Vareler im Angriff prallen zunächst an der Ahlener Deckung ab, doch dann findet Kalafut eine Lücke, wird aber unsanft gestoppt. Die Schiedsrichter beraten sich, disqualifizieren dann Ahlens Felix Harbaum und geben regelgerecht einen Strafwurf für Varel. Kalafut tritt an, behält die Nerven und trifft zum 18:17. Nach dem direkten Team-Timeout bleiben den Gästen sieben Sekunden zum Ausgleich, doch Varels Routinier André Seefeldt pariert den letzten Wurf, sichert damit das 18:17 und hält so zwei weitere wichtige Punkte im Abstiegskampf fest.
„Das war mit das schlechteste Spiel, das wir dieses Jahr gespielt haben“, fand Ahlens Trainer Sascha Bertow nach dem Spiel. „Wir haben im Angriff alles vermissen lassen“. Varels Trainer Ivo Warnecke freute sich über den Sieg: „Ich war mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden, aber wir belohnen uns einfach nicht. Wir hätten zur Pause mit 6 bis 7 Toren führen müssen“. Gewohnt bescheiden gab sich Varels reaktivierter Torwart-Oldie André Seefeldt auf die Frage seines Anteils am Sieg: „Ich habe nur zwei Bälle gehalten“. Der Ex-Vareler Thomas Lammers freute sich wieder einmal in der Manfred-Schmidt-Sporthalle gewesen zu sein, ärgerte sich aber über die schwache Leistung seiner Ahlener Mannschaft.
Am kommenden Wochenende steht für die SG erneut ein Heimspiel an. Am Samstag um 19.30 Uhr ist das Team HandbALL Lippe II zu Gast in der Manfred-Schmidt-Sporthalle.
SG VTB/Altjührden: Stasch, Plaszczak, Seefeldt; Schildknecht (1), Brötje, Warnecke (2), Janßen, Kalafut (5/2), Langer, Summa (2), Söndergaard, Behrends (2), Straten, Danielsen, Abram (3), Rohde (3).